Mehr Wert aus dem ganzen Tier
Bildergalerie
(3 Fotos)
Am Bio-Betrieb Veronika und Reinhard Gorfer gibt es neben Rind- und Lammfleisch auch Fischprodukte. © Gorfer
Theresa und Patrick Krautgartner halten Bio-Puten. Sie bieten eine breite Palette an Produkten. © Genuss ab Hof_Werner Krug
Katharina Kleinrath vermarktet mit ihrer Familie Fleisch von Rindern und Schweinen - sowohl für den menschlichen Genuss als auch für die Tierernährung. © Sophie Balber
Die möglichst vollständige Verwertung von Nutztieren - “Nose to Tail“ - erlebt derzeit neue Aufmerksamkeit. Was früher selbstverständlich war, wird heute als Chance für mehr Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und bewussten Konsum neu entdeckt. Für landwirtschaftliche Betriebe eröffnet dieser Ansatz vielfältige Möglichkeiten - von der Direktvermarktung bis zur Nutzung von Nebenprodukten.
Vollständige Verwertung
“Nose to Tail“ bedeutet, ein Tier möglichst ganz zu verwerten: neben Edelteilen auch Innereien, Knochen oder Fett. Diese Teile sind heute oft erklärungsbedürftig, bieten aber großes Potenzial. Während klassische Teilstücke nur einen Teil des Tieres ausmachen, kann durch vollständige Nutzung ein Großteil der essbaren Masse vermarktet werden. Das steigert die Erlöse und reduziert Verluste sowie Entsorgungskosten.
Auch ernährungsphysiologisch sind Innereien interessant: Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß. Gleichzeitig wächst bei Konsument:innen das Interesse an Regionalität, Tierwohl und nachhaltigem Konsum - ein Umfeld, in dem “Nose to Tail“ gut positioniert ist.
Auch ernährungsphysiologisch sind Innereien interessant: Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und hochwertiges Eiweiß. Gleichzeitig wächst bei Konsument:innen das Interesse an Regionalität, Tierwohl und nachhaltigem Konsum - ein Umfeld, in dem “Nose to Tail“ gut positioniert ist.
Neue Impulse für die Direktvermarktung
Eine breite Produktpalette ist ein zentraler Erfolgsfaktor. Neben Frischfleisch gewinnen verarbeitete Produkte wie Aufstriche, Suppen, Fonds oder küchenfertige Gerichte an Bedeutung. Sie sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und senken die Einstiegshürde für neue Kund:innen.
Wichtig ist dabei die Vermittlung: Rezeptideen, Verkostungen oder einfache Zubereitungstipps helfen, Vorbehalte abzubauen. So wird aus einem wenig bekannten Teilstück ein attraktives Produkt mit Mehrwert.
Auch Veredelungstechniken wie etwa “Dry Aging“ bieten Chancen. Durch die kontrollierte Reifung entwickeln Fleischstücke ein intensives Aroma und eine besondere Zartheit. Für Betriebe ist das mehr als eine Technik - es ist ein Qualitätsversprechen. Gereifte Produkte lassen sich höherpreisig vermarkten und stärken das Profil im Hofladen.
Wichtig ist dabei die Vermittlung: Rezeptideen, Verkostungen oder einfache Zubereitungstipps helfen, Vorbehalte abzubauen. So wird aus einem wenig bekannten Teilstück ein attraktives Produkt mit Mehrwert.
Auch Veredelungstechniken wie etwa “Dry Aging“ bieten Chancen. Durch die kontrollierte Reifung entwickeln Fleischstücke ein intensives Aroma und eine besondere Zartheit. Für Betriebe ist das mehr als eine Technik - es ist ein Qualitätsversprechen. Gereifte Produkte lassen sich höherpreisig vermarkten und stärken das Profil im Hofladen.
Nebenprodukte neu nutzen
Neben Lebensmitteln rücken auch Nebenprodukte stärker in den Fokus. Federn etwa enthalten viel Stickstoff und können - richtig aufbereitet - zu wertvollem Kompost werden. Dieser verbessert die Bodenstruktur, fördert die Humusbildung und kann mineralischen Dünger teilweise ersetzen.
Auch die energetische Nutzung bietet Perspektiven: Schlachtnebenprodukte wie Blut oder Darminhalte können in Biogasanlagen zu Energie umgewandelt werden. Dadurch entstehen zusätzliche Erlöse und gleichzeitig werden Nährstoffkreisläufe geschlossen.
Die Aufzeichnung des Webinars Ideenacker 21 können Sie auf der Website www.meinhof-meinweg.at nachschauen.
Auch die energetische Nutzung bietet Perspektiven: Schlachtnebenprodukte wie Blut oder Darminhalte können in Biogasanlagen zu Energie umgewandelt werden. Dadurch entstehen zusätzliche Erlöse und gleichzeitig werden Nährstoffkreisläufe geschlossen.
Die Aufzeichnung des Webinars Ideenacker 21 können Sie auf der Website www.meinhof-meinweg.at nachschauen.
NÄCHSTER IDEENACKER
Im “Farm Up Talk 16“ sprechen Diätologin Marion Essletzbichler und Landwirt
und Gastronom Erich Haider-Harrer über die vollständige Verwertung des Tieres -anzuhören überall, wo es Podcasts gibt!
Nächster Ideenacker: “Exoten im Aufwind“
Das kostenlose Webinar Ideenacker geht am Di, 30. Juni, mit dem Thema
“Exoten im Aufwind: Landwirtschaft im Wandel nutzen - Wertschöpfung auf den Betrieb holen“ in die 22. Runde.
Von 19.30 - 20.45 Uhr berichten Obstbau Spitzlehner aus Oberösterreich, B&B Raritäten aus der Steiermark und ÖsterReis aus Niederösterreich über ihre Erfahrungen.
Anmeldung erforderlich unter oe.lfi.at/ideenacker-22
und Gastronom Erich Haider-Harrer über die vollständige Verwertung des Tieres -anzuhören überall, wo es Podcasts gibt!
Nächster Ideenacker: “Exoten im Aufwind“
Das kostenlose Webinar Ideenacker geht am Di, 30. Juni, mit dem Thema
“Exoten im Aufwind: Landwirtschaft im Wandel nutzen - Wertschöpfung auf den Betrieb holen“ in die 22. Runde.
Von 19.30 - 20.45 Uhr berichten Obstbau Spitzlehner aus Oberösterreich, B&B Raritäten aus der Steiermark und ÖsterReis aus Niederösterreich über ihre Erfahrungen.
Anmeldung erforderlich unter oe.lfi.at/ideenacker-22