Waldökosysteme in Gefahr durch Spinner-Raupen
10 bis 15 Zentimeter große weiße Gespinstnester in Kieferkronen sind ein klares Zeichen, dass sich der Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa) angesiedelt hat. Vor allem in Kärnten sind die Nester dieser ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammenden Schmetterlingsart in den vergangenen Jahren häufiger zu finden - auch in höheren Lagen. Grund dafür sind die klimabedingt längerfristig milderen Winter, die den Tieren ideale Entwicklungsbedingungen bieten.
Winteraktive Raupen
Anders als heimische Schmetterlingsarten entwickeln sich die Raupen des Pinienprozessionsspinners in der kalten Jahreszeit. Sie fressen in der Nacht (bei Temperaturen über 0 °C) an den Nadeln und ziehen sich tagsüber in die schützenden Gespinste zurück. Auf dem Speiseplan der Raupen steht vor allem die Schwarzkiefer, aber auch Weißkiefer, Zeder oder Douglasie werden nicht verschmäht. Bei starkem Auftreten kann der Pinienprozessionsspinner erhebliche Fraßschäden verursachen.
Typische Symptome sind rotbraun verfärbte Kronen und ein deutlicher Nadelverlust. Zwar sterben die Bäume selten vollständig ab, doch ihre Vitalität wird geschwächt, wodurch sie anfälliger für Trockenheit, Schädlinge oder Pilzbefall werden. Besonders problematisch ist, dass natürliche Gegenspieler (z.B. Parasitoide) nur verzögert nachwandern, sodass es in neu besiedelten Gebieten zu einem ungebremsten Populationsanstieg kommen kann.
Typische Symptome sind rotbraun verfärbte Kronen und ein deutlicher Nadelverlust. Zwar sterben die Bäume selten vollständig ab, doch ihre Vitalität wird geschwächt, wodurch sie anfälliger für Trockenheit, Schädlinge oder Pilzbefall werden. Besonders problematisch ist, dass natürliche Gegenspieler (z.B. Parasitoide) nur verzögert nachwandern, sodass es in neu besiedelten Gebieten zu einem ungebremsten Populationsanstieg kommen kann.
Gesundheitsrisiko
Das hätte auch gravierende Folgen für die menschliche Gesundheit. Der Pinienprozessionsspinner besitzt feine Brennhaare, die bei Hautkontakt oder Einatmen zu Reizungen, Ausschlägen oder asthmatischen Beschwerden führen können. Besonders gefährlich ist die Zeit der Prozession im Frühjahr, wenn die Raupen ihren Wirtsbaum verlassen und in einem langen, prozessionsförmigen Zug zu ihrem Verpuppungsort im Boden wandern. Auch für Haustiere besteht Gefahr. Vorsicht
ist außerdem bei den Gespinsten geboten. Diese sind voller Gifthaare und sollten nur von geschultem Personal mit entsprechender Schutzausrüstung inklusive Atemschutz entfernt und fachgerecht entsorgt werden. In sensiblen Bereichen (Schulen, Parks) können darüber hinaus Raupenfallen aufgestellt oder biologische Mittel (z.B. Bacillus thuringiensis) eingesetzt werden.
Nester melden
Wer beim Spaziergang verdächtige Nester entdeckt, sollte Abstand halten und die örtliche Gemeinde oder Forstbehörde informieren. Zusätzliche Informationen sind unter anderem auf der Webseite des Bundesforschungszentrums für Wald zu finden: https://www.bfw.gv.at/pinienprozessionsspinner-in-kaernten/.