Steiermark Schlachtrinder
Schlachtrindermarkt im Bann des Irankrieges
Türkei als Rindfleischexport-Drehkreuz stockt
Die letzten Wochen haben einen deutlichen Umbau bei den heimischen Schlachtstiernotierungen gezeigt, die bis zur Woche 15 auf 6,52 Euro/kg abglitten. Biosegmente halten sich gefragter, daher wurde im Gegenzug Zuschläge aufgebaut.
Die Gründe liegen laut Informationen der Erzeugergemeinschaften nicht nur im saisonalen Verlauf, sondern vielmehr im Nahost-Konflikt. So wird normalerweise der arabische Raum von der Türkei, die dabei als Drehkreuz fungiert, bedient. Dieser Absatzkanal stockt derzeit deutlich. Daher kommen auch die EU-Lieferströme, die dorthin in erster Linie von günstiger polnischer Ware ausgehen, ins Stocken. Das erzeugt einen Domino-Effekt: Polen drängt vermehrt nach Deutschland, und der deutsche Markt drängt vermehrt auf unsere (Export-)Märkte. Damit haben sämtliche EU-Nettoexportländer ein kurzfristiges, zusätzliches Absatzproblem. Aber bereits auch im Jännervergleich 2026 zu 2025 exportierte die EU um 24,9% weniger Rindfleisch in Drittländer, so die Europäische Kommission.
Zahlen der deutschen AMI-Marktforschung zeigen nun, dass der Rinderbestand in der EU-Dezemberzählung knapp unter dem Niveau des Vorjahres geblieben ist. Insgesamt wurden zum Jahresende 2025 rund 71,5 Mio. Tiere gehalten. 2020 wurden noch 76,6 Mio. Rinder gezählt. Als Hauptgründe dafür nennt das AMI den Kostendruck sowie strengere Tierschutzanforderungen. Mittelfristig wird keine Erholung der Rinderzahlen erwartet.
Laut dem Kurzfristausblick der EU-Kommission für 2026 dürften die EU-Rinderherden weiter zurückgehen und auch die Schlachtmenge weiter fallen. Die Nettoproduktion der EU – die ebenfalls deutlich sinkenden Lebendexporte bereits abgerechnet - soll demnach um 2,6% fallen. Der Aussenhandelssaldo mit Rindfleisch ist bereits fast ausgeglichen, das ist noch nie dagewesen. Der Pro-Kopf-Verbrauch sinkt auf 9,6 kg. Dennoch sinkt der EU-Selbstversorgungsgrad auf 102,1%.
Die letzten Wochen haben einen deutlichen Umbau bei den heimischen Schlachtstiernotierungen gezeigt, die bis zur Woche 15 auf 6,52 Euro/kg abglitten. Biosegmente halten sich gefragter, daher wurde im Gegenzug Zuschläge aufgebaut.
Die Gründe liegen laut Informationen der Erzeugergemeinschaften nicht nur im saisonalen Verlauf, sondern vielmehr im Nahost-Konflikt. So wird normalerweise der arabische Raum von der Türkei, die dabei als Drehkreuz fungiert, bedient. Dieser Absatzkanal stockt derzeit deutlich. Daher kommen auch die EU-Lieferströme, die dorthin in erster Linie von günstiger polnischer Ware ausgehen, ins Stocken. Das erzeugt einen Domino-Effekt: Polen drängt vermehrt nach Deutschland, und der deutsche Markt drängt vermehrt auf unsere (Export-)Märkte. Damit haben sämtliche EU-Nettoexportländer ein kurzfristiges, zusätzliches Absatzproblem. Aber bereits auch im Jännervergleich 2026 zu 2025 exportierte die EU um 24,9% weniger Rindfleisch in Drittländer, so die Europäische Kommission.
Zahlen der deutschen AMI-Marktforschung zeigen nun, dass der Rinderbestand in der EU-Dezemberzählung knapp unter dem Niveau des Vorjahres geblieben ist. Insgesamt wurden zum Jahresende 2025 rund 71,5 Mio. Tiere gehalten. 2020 wurden noch 76,6 Mio. Rinder gezählt. Als Hauptgründe dafür nennt das AMI den Kostendruck sowie strengere Tierschutzanforderungen. Mittelfristig wird keine Erholung der Rinderzahlen erwartet.
Laut dem Kurzfristausblick der EU-Kommission für 2026 dürften die EU-Rinderherden weiter zurückgehen und auch die Schlachtmenge weiter fallen. Die Nettoproduktion der EU – die ebenfalls deutlich sinkenden Lebendexporte bereits abgerechnet - soll demnach um 2,6% fallen. Der Aussenhandelssaldo mit Rindfleisch ist bereits fast ausgeglichen, das ist noch nie dagewesen. Der Pro-Kopf-Verbrauch sinkt auf 9,6 kg. Dennoch sinkt der EU-Selbstversorgungsgrad auf 102,1%.
Erzeugerpreise Schlachtrinder: Erhobene Durchschnittserzeugerpreise in Euro je kg netto für Schlachtrinderhälften inkl. ev. Zu- und Abschläge für den Monat April 2026 auflaufend bis Woche 14 im Vergleich zum Vormonatsdurchschnitt
| Ø-Preis | Stiere | Kühe | Kalbinnen |
| E | 7,00 | - | - |
| U | 6,92 | 6,02 | 7,13 |
| R | 6,86 | 5,93 | 6,97 |
| O | 6,65 | 5,44 | 6,39 |
| Summe E-P | 6,89 | 5,69 | 7,05 |
| Tendenz | -0,34 | +0,15 | -0,03 |