Shamonda-Virus breitet sich in österreichischen Rinderbeständen aus
Mitte August wurde in Vorarlberg und Oberösterreich erstmals ein neuartiges Virus in Rinderbeständen nachgewiesen. Mittlerweile sind viele weitere Bundesländer betroffen. Auch in Deutschland, Frankreich und der Schweiz werden bereits seit Anfang August bestätigte Fälle gemeldet.
Bei der Krankheit handelt es sich um ein ursprünglich in Afrika vorkommendes Virus, welches als Shamonda-Virus (SHAV) bezeichnet wird (vormals "Shamonda-like"-Virus). Das Virus wird nach heutigem Wissensstand hauptsächlich über Gnitzen übertragen - ebenso wie die Blauzungenkrankheit und das nahverwandte Schmallenbergvirus.
Auch eine Übertragung vom Muttertier auf den Fetus ist wahrscheinlich. Da wir uns gerade in der Hauptsaison der Gnitzen befinden, muss mit einer weiteren Ausbreitung in ganz Österreich gerechnet werden.
In der Schweiz und in Deutschland wurde SHAV inzwischen auch bei Pferden nachgewiesen. Nach heutigem Wissenstand stellt es keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.
In Österreich ist die Krankheit nicht meldepflichtig und unterliegt keinen behördlichen Bekämpfungsmaßnahmen. Eine Untersuchung auf das Virus ist bei der AGES möglich, die Kosten sind privat zu tragen.
Rinder zeigen entsprechende Krankheitsanzeichen:
Oft erkrankt ein Großteil der Herde. Todesfälle in Rinderherden sind aber bislang keine bzw. kaum in Zusammenhang mit dem Virus aufgetreten. Für das neue Virus lässt sich derzeit noch eher schwer abschätzen, ob und in welchem Umfang Infektionen von trächtigen Tieren zu einer Schädigung der Föten bzw. Aborten führen. Durch die nahe Verwandtschaft zum Schmallenbergvirus geht man derzeit davon aus, dass eine Übertragung und eine schädliche Wirkung vom Muttertier auf den Fetus aber möglich sind.
Eine Impfung oder eine spezifische Therapie gegen das Virus sind nicht verfügbar. Landwirt:innen können betroffene Tiere symptomatisch behandeln lassen.
Bei der Krankheit handelt es sich um ein ursprünglich in Afrika vorkommendes Virus, welches als Shamonda-Virus (SHAV) bezeichnet wird (vormals "Shamonda-like"-Virus). Das Virus wird nach heutigem Wissensstand hauptsächlich über Gnitzen übertragen - ebenso wie die Blauzungenkrankheit und das nahverwandte Schmallenbergvirus.
Auch eine Übertragung vom Muttertier auf den Fetus ist wahrscheinlich. Da wir uns gerade in der Hauptsaison der Gnitzen befinden, muss mit einer weiteren Ausbreitung in ganz Österreich gerechnet werden.
In der Schweiz und in Deutschland wurde SHAV inzwischen auch bei Pferden nachgewiesen. Nach heutigem Wissenstand stellt es keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.
In Österreich ist die Krankheit nicht meldepflichtig und unterliegt keinen behördlichen Bekämpfungsmaßnahmen. Eine Untersuchung auf das Virus ist bei der AGES möglich, die Kosten sind privat zu tragen.
Rinder zeigen entsprechende Krankheitsanzeichen:
- Fieber
- wässriger Durchfall
- (deutlicher) Milchleistungsrückgang
- Atemwegsprobleme
- Fressunlust
- Festliegen
Oft erkrankt ein Großteil der Herde. Todesfälle in Rinderherden sind aber bislang keine bzw. kaum in Zusammenhang mit dem Virus aufgetreten. Für das neue Virus lässt sich derzeit noch eher schwer abschätzen, ob und in welchem Umfang Infektionen von trächtigen Tieren zu einer Schädigung der Föten bzw. Aborten führen. Durch die nahe Verwandtschaft zum Schmallenbergvirus geht man derzeit davon aus, dass eine Übertragung und eine schädliche Wirkung vom Muttertier auf den Fetus aber möglich sind.
Eine Impfung oder eine spezifische Therapie gegen das Virus sind nicht verfügbar. Landwirt:innen können betroffene Tiere symptomatisch behandeln lassen.
Empfehlungen für rinderhaltende Betriebe
Tiere sollten möglichst vor Gnitzenstichen geschützt werden, indem nachts nicht notwendige Stallbeleuchtung ausgeschaltet, der Weidegang während der Hauptaktivitätszeiten vermieden und für ausreichend Luftbewegung durch Ventilatoren gesorgt wird. Zusätzlich kann die Anwendung von Pour-on-Präparaten (Repellentien) sinnvoll sein, wobei ein zuverlässiger Schutz vor Gnitzen derzeit nicht belegt ist.