OÖ startet in die Kirschen- und Marillensaison
Mit den ersten Kirschen und kurz darauf auch der Marillenernte beginnt so richtig der Sommer. Kein Wunder, dass diese besonderen Früchte so sehnsüchtig erwartet werden. Die Schartner Kirschen sind seit ein paar Tagen ab Hof erhältlich. Sechs bis acht Wochen dauert die Kirschenzeit insgesamt, der Höhepunkt wird für Ende Juni bzw. Anfang Juli erwartet. Die Marillenernte beginnt etwas später, erstreckt sich aber aufgrund der Sortenvielfalt über einen ähnlich langen Zeitraum. Ca. 30 Betriebe bewirtschaften in Oberösterreich den Großteil der 130 ha Kirschen- und Marillengärten. Kirschen und Marillen stellen im Erwerbsobstbau spezifische Ansprüche an Standort und Kulturführung, die stark durch Boden- und Klimafaktoren geprägt sind. Insgesamt werden in Oberösterreich 63 ha Kirschen und 70 ha Marillen im Erwerbsobstbau kultiviert.
Kirschen zählen zu den nicht nachreifenden Früchten, wodurch der Erntezeitpunkt maßgeblich für die spätere Qualität ist. Für den überregionalen Handel werden sie oft früher gepflückt, damit sie Transport und Lagerung besser überstehen. Marillen können - je nach Reifegrad bei der Ernte - in begrenztem Maß nachreifen. Erfolgt die Ernte jedoch zu früh, sind die natürlichen Reifeprozesse eingeschränkt, was sich auf sensorische Eigenschaften auswirken kann.
“In den regionalen Hofläden und an den Verkaufsständen gilt das Prinzip: Morgens gepflückt, mittags auf dem Tisch. Nur durch diese extrem kurzen Wege bleibt die Knackigkeit der Kirschen und die samtige, saftige Perfektion der Marillen erhalten. Wer regional bei den Obstbauern oder auch heimisches Obst im Lebensmitteleinzelhandel kauft, entscheidet sich bewusst für den echten, ungeschminkten Geschmack der Region“, ist Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ überzeugt.
Süßkirschen bevorzugen tiefgründige, gut durchlüftete und nährstoffreiche Böden mit ausreichender Wasserversorgung, reagieren jedoch empfindlich auf Staunässe und extreme Trockenheit. Bodenqualität und Wasserverfügbarkeit sind für die Kirschproduktion entscheidend, sodass neben dem Hauptanbaugebiet der Scharten in Oberösterreich Kirschgärten in Gunstlagen des Alpenvorlandes oder des unteren Mühlviertel zu finden sind.
Marillen hingegen sind noch stärker wärmebedürftig und an kontinentale Klimabedingungen mit kalten Wintern und warm-trockenen Sommern angepasst; sie benötigen ausreichende Winterkälte für die Blüteninduktion, sind jedoch durch ihre frühe Blüte besonders spätfrostgefährdet. Marillen lieben lockere, humose und eher leichte Böden, da sie empfindlich auf Staunässe reagieren. In Oberösterreich werden sie vor allem im Raum Scharten kultiviert. Ihre Flächen nahmen in Oberösterreich in den vergangenen 20 Jahren sukzessive zu: Gab es 2014 erst 12 ha Marillen in OÖ, so sind es derzeit ca. 70 ha.
“In den vergangenen Jahren machten den Kirschen- und Marillenbauern immer wieder Spätfrostereignisse zu schaffen, von denen sie heuer weitgehend verschont blieben. Die Ernte sollte also bei beiden Kulturen heuer ertragreich und von höchster Qualität sein, sofern das Erntewetter stabil bleibt“, so Ferstl.
Kirschen zählen zu den nicht nachreifenden Früchten, wodurch der Erntezeitpunkt maßgeblich für die spätere Qualität ist. Für den überregionalen Handel werden sie oft früher gepflückt, damit sie Transport und Lagerung besser überstehen. Marillen können - je nach Reifegrad bei der Ernte - in begrenztem Maß nachreifen. Erfolgt die Ernte jedoch zu früh, sind die natürlichen Reifeprozesse eingeschränkt, was sich auf sensorische Eigenschaften auswirken kann.
“In den regionalen Hofläden und an den Verkaufsständen gilt das Prinzip: Morgens gepflückt, mittags auf dem Tisch. Nur durch diese extrem kurzen Wege bleibt die Knackigkeit der Kirschen und die samtige, saftige Perfektion der Marillen erhalten. Wer regional bei den Obstbauern oder auch heimisches Obst im Lebensmitteleinzelhandel kauft, entscheidet sich bewusst für den echten, ungeschminkten Geschmack der Region“, ist Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ überzeugt.
Süßkirschen bevorzugen tiefgründige, gut durchlüftete und nährstoffreiche Böden mit ausreichender Wasserversorgung, reagieren jedoch empfindlich auf Staunässe und extreme Trockenheit. Bodenqualität und Wasserverfügbarkeit sind für die Kirschproduktion entscheidend, sodass neben dem Hauptanbaugebiet der Scharten in Oberösterreich Kirschgärten in Gunstlagen des Alpenvorlandes oder des unteren Mühlviertel zu finden sind.
Marillen hingegen sind noch stärker wärmebedürftig und an kontinentale Klimabedingungen mit kalten Wintern und warm-trockenen Sommern angepasst; sie benötigen ausreichende Winterkälte für die Blüteninduktion, sind jedoch durch ihre frühe Blüte besonders spätfrostgefährdet. Marillen lieben lockere, humose und eher leichte Böden, da sie empfindlich auf Staunässe reagieren. In Oberösterreich werden sie vor allem im Raum Scharten kultiviert. Ihre Flächen nahmen in Oberösterreich in den vergangenen 20 Jahren sukzessive zu: Gab es 2014 erst 12 ha Marillen in OÖ, so sind es derzeit ca. 70 ha.
“In den vergangenen Jahren machten den Kirschen- und Marillenbauern immer wieder Spätfrostereignisse zu schaffen, von denen sie heuer weitgehend verschont blieben. Die Ernte sollte also bei beiden Kulturen heuer ertragreich und von höchster Qualität sein, sofern das Erntewetter stabil bleibt“, so Ferstl.
Vielfalt bei Kirschen und Marillen bestimmt Geschmack und Erntezeit
Unterschiedliche Sorten beeinflussen maßgeblich Geschmack, Aussehen und Erntezeit. Während frühe Kirschensorten oft etwas weicher und milder im Geschmack sind, überzeugen spätere durch festes Fruchtfleisch, höhere Süße und intensives Aroma. Auch optisch zeigen sich deutliche Unterschiede – von hellrot bis nahezu schwarz, wobei dunkle, große Früchte besonders geschätzt werden.
Ähnlich vielfältig präsentieren sich Marillen. In den oberösterreichischen Obstgärten finden sich eine Vielzahl von Sorten: Namen wie Tsunami, Spring Blush, Sefora, Silvercote, Goldrich, Bergeval, Bergeron, Big Red, Lady Cot, Vertige, Farely, Orangered, Bergarouge oder Farbaly sind zwar nicht so bekannt wie Ungarische Beste oder Kremser Marille, sie machen es aber möglich über eine langes Erntefenster Marillen von Mitte Juni bis Ende August anbieten zu können. Früh reifende Sorten sind oft etwas säuerlicher, während späte Sorten durch höhere Zuckergehalte ein besonders intensives Aroma entwickeln. Die Farbpalette reicht von gelb bis kräftig orange mit rötlicher Backe.
Ähnlich vielfältig präsentieren sich Marillen. In den oberösterreichischen Obstgärten finden sich eine Vielzahl von Sorten: Namen wie Tsunami, Spring Blush, Sefora, Silvercote, Goldrich, Bergeval, Bergeron, Big Red, Lady Cot, Vertige, Farely, Orangered, Bergarouge oder Farbaly sind zwar nicht so bekannt wie Ungarische Beste oder Kremser Marille, sie machen es aber möglich über eine langes Erntefenster Marillen von Mitte Juni bis Ende August anbieten zu können. Früh reifende Sorten sind oft etwas säuerlicher, während späte Sorten durch höhere Zuckergehalte ein besonders intensives Aroma entwickeln. Die Farbpalette reicht von gelb bis kräftig orange mit rötlicher Backe.
Vermarktung: direkt und über den Lebensmitteleinzelhandel
Die Vermarktung von Kirschen und Marillen in OÖ erfolgt sowohl über Direktverkauf (z.B. ab Hof oder über regionale Verkaufsstellen) als auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Der LEH stellt dabei einen wichtigen Partner für die oberösterreichischen Betriebe in der Vermarktung dar und ermöglicht für Konsumentinnen und Konsumenten in ganz Österreich eine breite Verfügbarkeit.
Regional vermarktete Produkte können aufgrund kürzerer Wege oftmals in einem weiter fortgeschrittenen Reifestadium geerntet werden. Importware aus weiter entfernten Regionen wird in der Regel früher geerntet, um längere Transportzeiten zu berücksichtigen.
Regional vermarktete Produkte können aufgrund kürzerer Wege oftmals in einem weiter fortgeschrittenen Reifestadium geerntet werden. Importware aus weiter entfernten Regionen wird in der Regel früher geerntet, um längere Transportzeiten zu berücksichtigen.
Die Vorteile des Kaufs bei den heimischen Obstbauern und Obstbäuerinnen auf einen Blick
- Maximales Aroma & Süße: Volle Baumreife garantiert den höchsten Zuckergehalt und das typisch intensive, charakterstarke Geschmacksprofil.
- Unschlagbare Frische: Keine langen Kühlketten, keine weiten Transportwege und deshalb auch ein viel kleinerer ökologischer Fussabdruck.
- Echte Sortenvielfalt: Ab Hof finden Konsumenten Spezialitäten und Premium-Sorten, die für den Standard-Handel viel zu empfindlich wären.
- Transparenz: Der direkte Draht zum Produzenten schafft Vertrauen - man weiß genau, wo und wie die Frucht gewachsen ist.