Pachtzinsabrechnung: Vorläufige Berechnung 2026 und Endabrechnung 2025
Pachtzins anpassen
Der Index für das Jahr 2026 ist voraussichtlich im Herbst 2027 als endgültiger Wert für die Berechnung verfügbar. Daher zieht man für die Pachtzins-Anpassung zur Ernte 2026 den Jahresindex land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse und öffentliche Gelder (Agrarpreisindex) des Jahres 2025 heran.
- Agrarpreisindex inklusive öffentliche Gelder 2020 = 100 für 2024: 131,5
- Agrarpreisindex inklusive öffentliche Gelder 2020 = 100 für 2025: 136,9
Neuberechnung mittels Agrarpreisindex
Den im Jahr 2025 bezahlten Pachtzins dividiert man durch den Agrarindex 2024 (= 131,5) und multipliziert ihn mit dem Agrarindex 2025 (= 136,9). Es ergibt sich der neue Pachtzins zur Ernte 2026.
Pachtberechnung
| Akonto-Preis zur Pachtberechnung 2025 | Endpreis zur Pacht-berechnung in € / 100 Kilogramm | Endpreis zur Pacht-berechnung in € / 100 Kilogramm | Endpreis zur Pacht-berechnung in € / 100 Kilogramm | Endabrechnung 2025 Preisdifferenz zur Nachverrechnung | Endabrechnung | Endabrechnung | |
| Sep 25 | Okt 25 | Nov 25 | Sept. | Okt. | Nov. | ||
| Mahlweizen | 20,24 | 23,39 | 24,56 | 23,75 | 3,15 | 4,33 | 3,51 |
| Qualitätsweizen | 21,93 | 24,52 | 25,77 | 24,59 | 2,59 | 3,84 | 2,66 |
| Mahlroggen | 20,24 | 23,32 | 25,15 | 24,86 | 3,08 | 4,92 | 4,62 |
Ein Beispiel
Berechnung des Pachtzinses 2026 mit Agrarpreisindex
Pachtzins 2025 z.B.: 356,4 Euro
: 131,5
x 136,9
= 371 Euro
Beim Index der Zeitreihe 2015 = 100 betragen die Werte 139,7 (2024) und 145,4 (2025). Daneben wird der Agrarpreisindex inklusive öffentlicher Gelder mit Ausgangsjahr 2010 = 100 veröffentlicht. Dieser beträgt für 2024 143,2 und 2025 149,1. Bei älteren Pachtverträgen zieht man den Agrarpreisindex mit Ausgangsjahr 1995 = 100 als Mittel zur Wertsicherung des Pachtzinses heran. Die endgültigen Jahreswerte betragen 153,5 für 2024 und 159,8 für 2025.
Pachtzins 2025 z.B.: 356,4 Euro
: 131,5
x 136,9
= 371 Euro
Beim Index der Zeitreihe 2015 = 100 betragen die Werte 139,7 (2024) und 145,4 (2025). Daneben wird der Agrarpreisindex inklusive öffentlicher Gelder mit Ausgangsjahr 2010 = 100 veröffentlicht. Dieser beträgt für 2024 143,2 und 2025 149,1. Bei älteren Pachtverträgen zieht man den Agrarpreisindex mit Ausgangsjahr 1995 = 100 als Mittel zur Wertsicherung des Pachtzinses heran. Die endgültigen Jahreswerte betragen 153,5 für 2024 und 159,8 für 2025.
Dürre 2026
In vielen Regionen hat die extreme Trockenheit die Erträge massiv beeinträchtigt. Bei der Wertsicherung mittels Agrarpreisindex hinkt man allerdings bei den Jahreswerten ein Jahr hinterher, damit würde sich heuer ein steigender Pachtzins errechnen (+4%).
Aus rechtlicher Sicht ist eine bestehende Vereinbarung, zum Beispiel eine schriftliche Indexklausel, einzuhalten. Es ist aber zu erwarten, dass viele Verpächter Verständnis für die schwierige Situation zeigen werden. Daher könnte man nachfragen, ob die Anpassung heuer ausgesetzt werden kann. Neben der Dürre kann auch die Indexentwicklung der vergangenen Jahre ins Treffen geführt werden.
Pachtzinsberechnung mit Getreidepreis
Berechnung Ernte 2026
Der Pachtzins auf Getreidepreisbasis errechnet sich aus der vereinbarten Kilogramm-Getreidemenge, zum Beispiel Mahlweizen, Qualitätsweizen und Mahlroggen pro Hektar x Kilopreis. Der Getreidepreis ist aus dem Produktpreis und dem Preisanteil der Direktzahlung zu ermitteln.
Der Produktpreis setzt sich aus dem Akonto-Anteil und einer Nachzahlung zusammen. Nur verhältnismäßig selten wird zur Ernte fix abgerechnet. Es bestehen regionale Preisunterschiede. Gemäß einer aktuellen Erhebung im NÖ Getreidebaugebiet liegen die Akonto-Preise für Mahlgetreide auf dem Niveau des Vorjahres.
Zusätzlich zu den Akonto-Produktpreisen sind öffentliche Gelder aus der ersten Säule zu berücksichtigen. Im Zuge der Berechnung setzt man den Basiswert von 207,64 Euro pro Hektar mit dem Referenzertrag von 5.270 Kilogramm in Beziehung. Umgerechnet ergibt sich ein Preisanteil von 3,94 Euro je 100 Kilogramm Brotgetreide.
Zur Ernte 2026 ergeben sich somit folgende vorläufige Preise für Pachtzinsberechnungen auf Getreidepreisbasis:
Der Produktpreis setzt sich aus dem Akonto-Anteil und einer Nachzahlung zusammen. Nur verhältnismäßig selten wird zur Ernte fix abgerechnet. Es bestehen regionale Preisunterschiede. Gemäß einer aktuellen Erhebung im NÖ Getreidebaugebiet liegen die Akonto-Preise für Mahlgetreide auf dem Niveau des Vorjahres.
Zusätzlich zu den Akonto-Produktpreisen sind öffentliche Gelder aus der ersten Säule zu berücksichtigen. Im Zuge der Berechnung setzt man den Basiswert von 207,64 Euro pro Hektar mit dem Referenzertrag von 5.270 Kilogramm in Beziehung. Umgerechnet ergibt sich ein Preisanteil von 3,94 Euro je 100 Kilogramm Brotgetreide.
Zur Ernte 2026 ergeben sich somit folgende vorläufige Preise für Pachtzinsberechnungen auf Getreidepreisbasis:
- Mahlweizen: 20,33 Euro/100 kg
- Qualitätsweizen: 22,02 Euro/100 kg
- Mahlroggen: 20,33 Euro/100 kg
Endabrechnung 2025 - endgültige Getreidepreise
Bei Nachverrechnung der Preisdifferenz zwischen akontierten und endgültigen Getreidepreisen sind die von der AMA bekannt gegebenen endgültigen Erzeugerpreise zu berücksichtigen. Inklusive des Preisanteils aus der Direktzahlung ergeben sich die in der Tabelle ersichtlichen endgültigen Getreidepreise für die Pachtzins-Endabrechnung für 2025.
Wurde im Herbst 2025 ein vorläufiger Mahlweizenpreis einschließlich Preisanteil aus der Direktzahlung von 20,24 Euro/100 kg Mahlweizen berücksichtigt, ist die Differenz von 3,15 Euro/100 kg zum Verrechnungstermin September, 4,33 Euro/100 kg zum Verrechnungstermin Oktober oder 3,51 Euro/100 kg zum Verrechnungstermin November nach verrechenbar.
Die für die Ernte 2026 akontierten Mahlgetreidepreise entsprechen jenen von 2025, wobei die Erntemengen vielerorts geringer sind. Der Agrarpreisindex 2025 ist leicht gestiegen (+ ca. 4%), die Erhöhung bei Wertsicherung mit dem Agrarpreisindex resultiert aus dem zeitlichen Verzug. Von der Dürre besonders betroffene Betriebe könnten mit dem/der Verpächter:in abklären, ob man die heurige Anpassung aufgrund der besonderen Situation aussetzt.
Wurde im Herbst 2025 ein vorläufiger Mahlweizenpreis einschließlich Preisanteil aus der Direktzahlung von 20,24 Euro/100 kg Mahlweizen berücksichtigt, ist die Differenz von 3,15 Euro/100 kg zum Verrechnungstermin September, 4,33 Euro/100 kg zum Verrechnungstermin Oktober oder 3,51 Euro/100 kg zum Verrechnungstermin November nach verrechenbar.
Die für die Ernte 2026 akontierten Mahlgetreidepreise entsprechen jenen von 2025, wobei die Erntemengen vielerorts geringer sind. Der Agrarpreisindex 2025 ist leicht gestiegen (+ ca. 4%), die Erhöhung bei Wertsicherung mit dem Agrarpreisindex resultiert aus dem zeitlichen Verzug. Von der Dürre besonders betroffene Betriebe könnten mit dem/der Verpächter:in abklären, ob man die heurige Anpassung aufgrund der besonderen Situation aussetzt.