Glyphosatanwendung im Frühjahr: Zulassung und Anwendung genau beachten
Begrünungen vor der Behandlung mechanisch beseitigen
Anders verhält es sich bei nicht aktiv angesäten Pflanzenbeständen wie Ausfallgetreide, Ausfallraps, Unkräutern oder Ungräsern. Diese dürfen ohne vorherige Bodenbearbeitung mit Glyphosat behandelt werden.
Besonderheiten bei einzelnen Kulturen
- Zuckerrübe: Altverunkrautung darf nicht toleriert werden, daher kann eine Vorbehandlung sinnvoll sein.
- Mais: Die Herbizidpalette im Nachauflauf ist groß, sodass Glyphosat vor der Saat meist nicht zwingend erforderlich ist.
- Conviso-Rüben: Das Nachauflaufherbizid kann auch größere Unkräuter und Zwischenfrüchte erfassen.
Produktempfehlungen und Aufwandmengen
- Clinic Xtreme (540 g/l Glyphosat): ca. 1,5 - 2,7 l/ha
- Roundup Future (500 g/l Glyphosat): ca. 2,2 - 2,4 l/ha
Anwendung von Glyphosat-360-Produkten
- 0,1 l/ha Silwet Top
- 150 ml/ha Designer
- 0,15 l je 100 l Wasser Kantor
Witterung und Anwendung beachten
- Nachttemperaturen nicht unter -3 °C fallen
- warme Tage zu erwarten sind
Umwelt- und Bienenschutz
- Nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen wie Straßen- und Wegränder dürfen nicht behandelt werden.
- Bei blühenden Pflanzen (z.B. Taubnessel) darf die Anwendung nur außerhalb der Bienenflugzeit erfolgen.
Zulassungsstatus einzelner Produkte beachten
- Clinic Free (Ersatz: Clinic Xtreme)
- Roundup Powerflex und Roundup Ultra (Ersatz: Roundup Future)
- Durano / Durano TF (Ersatz: Durano SL)
- Glyfos