Futterknappheit meistern
Nach einem qualitativ guten ersten Aufwuchs mit geringerer Menge, fehlten beim zweiten Aufwuchs durchwegs 50 Prozent Futtermenge. Der dritte und vierte Aufwuchs fiel vielerorts völlig aus. Silomais wurde schon ab Anfang August notreif geerntet. Die Wuchshöhe war oft kaum mannshoch, die Kolbenbildung weitaus nicht abgeschlossen.
Vor diesem Hintergrund müssen Tierhalter aller Nutztierarten zusätzliche Futtervorräte organisieren. Über die Futtermittelbörse der Landwirtschaftskammer wird versucht, Futter an betroffene Landwirte zu vermitteln. Die Nachfrage übersteigt das Angebot erheblich.
Vor diesem Hintergrund müssen Tierhalter aller Nutztierarten zusätzliche Futtervorräte organisieren. Über die Futtermittelbörse der Landwirtschaftskammer wird versucht, Futter an betroffene Landwirte zu vermitteln. Die Nachfrage übersteigt das Angebot erheblich.
Silomais zukaufen
Der Zukauf von Grundfutter läuft bereits auf Hochtouren. Da Grassilage und Heu Mangelware sind, konzentriert sich der Futterzukauf auf Silomais. Körnermais wird gehäckselt und ab Feld verkauft. Eine Preisempfehlung wurde durch DI Franz Hunger bereits im Bauer im Juli veröffentlicht.
(Anhaltspunkte zur Preisfindung für Silomais 2026 | Landwirtschaftskammer Oberösterreich).
Die Qualität der Maissilagen wird aber nicht mit „normaler“ Maissilage zu vergleichen sein. Eine Futtermittelanalyse im Futtermittellabor Rosenau nach repräsentativer Probenziehung ist heuer Gebot der Stunde.
(Anhaltspunkte zur Preisfindung für Silomais 2026 | Landwirtschaftskammer Oberösterreich).
Die Qualität der Maissilagen wird aber nicht mit „normaler“ Maissilage zu vergleichen sein. Eine Futtermittelanalyse im Futtermittellabor Rosenau nach repräsentativer Probenziehung ist heuer Gebot der Stunde.
Zwischenfrüchte anbauen
Auch wenn jetzt die Felder ausgedörrt sind, sollte der Anbau von Zwischenfrüchten, die für die Futternutzung geeignet sind, versucht werden. Die ÖAG-Info 1/2024 „Zwischenfruchtanbau zur Futternutzung“ gibt wertvolle Hinweise zu diesem Thema. Auch mit Grünschnittroggen können noch im Frühjahr hohe Massenerträge eingefahren werden, sofern die Witterung mitspielt.
Grünland sanieren
Die Sanierung des dürregeschädigten Grünlandes ist jetzt ab Mitte August eine weitere Maßnahme, um die Ertragskraft der Wiesen für das nächste Jahr zu sichern. Wertvolle Hinweise finden sich im Beitrag von Markus Humer, MSc
(Trockenschäden im Grünland: Was nun? | Landwirtschaftskammer Oberösterreich). Ein Umbau auf Grasarten, die mit Trockenheit besser zurechtkommen, sollte überlegt werden.
(Trockenschäden im Grünland: Was nun? | Landwirtschaftskammer Oberösterreich). Ein Umbau auf Grasarten, die mit Trockenheit besser zurechtkommen, sollte überlegt werden.
Auf Basis von Futtermittelanalysen der Grundfutterkomponenten müssen die Rationen angepasst werden. Heuer wird vermehrt Maissilage zum Einsatz kommen. Mit Stroh können Rationen gut gestreckt und damit Grundfutter kompensiert werden. Der Einsatz von Biertrebern und anderen Nebenprodukten wäre zwar möglich, deren Verfügbarkeit ist aber meist nicht gegeben. Durch sogenannte „Faserkonzentrate“ kann Grundfutter nicht ersetzt werden.
Durch mehr Maissilage und Stroh müssen die Rationen mit mehr Energie und besonders Eiweiß ausgeglichen werden (Tabelle 1). In der Tabelle ist eine Ration für eine Milchkuh mit 30 Liter Milch dargestellt. Weitere Beispiele für sämtliche Wiederkäuer finden sich in einer aktuellen LK-Broschüre. Die Berechnung der Rationen ist wichtiger denn je. Milch- oder Fleischleistung zu erhalten, wird nur durch eine genaue Kalkulation der Rationen möglich sein. Auch die richtige Mineralstoffversorgung dieser nicht alltäglichen Rationen muss auf Basis der Mineralstoffgehalte der Grundfuttermittel erfolgen.
Die Fütterungsberater der Landwirtschaftskammer helfen gerne.
Durch mehr Maissilage und Stroh müssen die Rationen mit mehr Energie und besonders Eiweiß ausgeglichen werden (Tabelle 1). In der Tabelle ist eine Ration für eine Milchkuh mit 30 Liter Milch dargestellt. Weitere Beispiele für sämtliche Wiederkäuer finden sich in einer aktuellen LK-Broschüre. Die Berechnung der Rationen ist wichtiger denn je. Milch- oder Fleischleistung zu erhalten, wird nur durch eine genaue Kalkulation der Rationen möglich sein. Auch die richtige Mineralstoffversorgung dieser nicht alltäglichen Rationen muss auf Basis der Mineralstoffgehalte der Grundfuttermittel erfolgen.
Die Fütterungsberater der Landwirtschaftskammer helfen gerne.
Milchration, 30 kg Milch, 70 % Maissilage
| Komponente | Menge, kg |
| Maissilage, Wachsreife | 21,0 |
| Grassilage, 1. Schnitt | 9,0 |
| Stroh, Gerste | 2,5 |
| Getreideschrot | 5,5 |
| Rapsextraktionsschrot | 4,2 |
| Mineralfutter Milchkuh | 0,2 |
Milchviehration, 30 kg Milch 70 % Maissilage und Stroh.