Unter den 18 Landessiegern sind heuer drei Doppel-Landessieger: Der Peiserhof von Familie Strohmeier aus Eibiswald (Sämling 88 Klassik und Weißburgunder Weststeiermark DAC), Weinbau Wurzinger aus Bad Gleichenberg (Welschriesling Vulkanland Steiermark DAC und Zweigelt "Herzblut") sowie der Weinhof Leitner aus Ilztal (Gelber Muskateller Sekt und Welschriesling Beerenauslese). Zudem errang das Weingut Lackner aus Krottendorf-Gaisfeld den Titel “Weingut des Jahres 2026“
“Die Landesweinbewertung der Landwirtschaftskammer ist traditionell der größte und wichtigste Weinwettbewerb der Steiermark.“ Die Zahlen belegen die hohe Bedeutung der Landesweinbewertung: „Rund 350 Weinbauern reichten 1.747 Weine zur Bewertung ein“, betonte Landwirtschaftskammer Präsident Andreas Steinegger bei der Siegerpräsentation. Und weiter: “Die hervorragenden Ergebnisse bestätigen die konsequente Qualitätsarbeit der Weinbauern und dienen zugleich als Sprungbrett für nationale und internationale Märkte.“
Schaufenster für Typizität und Herkunft
“An der Bewertung können alle geprüften steirischen Qualitätsweine teilnehmen. Für den Einzug ins Finale ist jedoch eine entsprechende Mindestweinmenge erforderlich“, so Weinbauchef Martin Palz. Weine der klassischen Sortengruppen sind trocken (mit weniger als 4,6 Gramm Restzucker) und höchstens 12,9 Volumenprozent Alkohol ausgebaut. Diese Kriterien prägen die leicht zugängliche, verständliche Stilistik gebietstypischer Weine mit Herkunft Steiermark.
Districtus Austriae Controllatus (DAC) - herkunftstypische Qualitätsweine
Um die Herkunft der Weine in den Fokus zu rücken, wurden mit dem Weinjahrgang 2018 die drei Weinbaugebiete Vulkanland Steiermark DAC, Südsteiermark DAC und Weststeiermark DAC neu definiert. Das heißt: Die Weine dieser Gebiete tragen seither die Abkürzung “DAC“ im Namen. “Die DAC-Bezeichnung macht die Herkunft der Weine klar erkennbar. Gebietstypische Weißweine - in der Weststeiermark auch der Schilcher - profilieren sich in den drei Qualitätsstufen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein“, betont Vizepräsidentin Maria Pein. Von allen eingereichten Proben könnten 1.421 eine Herkunftsgarantie tragen, 1.292 tun dies auch. Das entspricht immerhin einem Anteil von über 90% - ein österreichweiter Spitzenwert!
Die Anzahl an eingereichten Qualitätsweinen der klassischen Sortengruppen: Welschriesling (201), Weißburgunder (203), Morillon (38), Sauvignon Blanc (206), Muskateller (217) Schilcher (55).
In den Kategorien Scheurebe und Riesling sind trockene Weine (bis 9 g/l Zucker) sowie bei Traminer/Gewürztraminer auch halbtrockene Weine (bis 12 g/l Zucker) zu finden. Diese Stilistik erfreut sich zunehmender Beliebtheit, weil derartige Weine immer spannende Speisebegleiter sein können.
Landessieger:
Scheurebe - Der Peiserhof von Familie Strohmeier (Sämling 88 “Klassik“, Steiermark)
Für Schilcher mit Orts- oder Riedennamen gemäß den DAC-Regelungen wurde eine Kategorie geschaffen, in der bei dem herkunftstypischen Wein, noch mehr Differenzierung möglich gemacht wurde.
Landessieger:
Schilcher Orts- und Riedenwein - Weingut Lackner (Schilcher Ried Gasselberg, Weststeiermark DAC)
Weine aus Einzelrieden sind sehr beliebt (223)
Die für die beiden Gruppen nominierten Weine der Burgundergruppe (123) und der Sauvignon blanc’s (100), benötigen mindestens ein Jahr mehr Ausbau, müssen trocken ausgebaut sein und tragen die eindeutige Handschrift der Riede und des Winzers.
Landessieger:
Riedenwein Burgunder - Weingut Felberjörgl (Morillon Ried Höchleit´n, Südsteiermark DAC)
104 Rotweine eingereicht - zwei Landessieger wurden gekürt
Eine Besonderheit im Bewerb bleibt der steirische Rotwein. Um den Konsumentenwünschen entgegenzukommen, wurden zwei Kategorien geschaffen. Eine Kategorie ausschließlich Blauer Zweigelt (55) und die kräftige Rotwein-Vielfalt (49), bei der sämtliche Qualitätsrebsorten und Cuvées daraus erlaubt sind.
17% der eingereichten Weine erreichten das Halbfinale
Bei vielen Sortengruppen war aufgrund der hohen Probenanzahl ein Halbfinale durchzuführen. Den Einzug schafften knapp 17% oder 295 Weine, 6,5% oder 108 Weine davon stehen im Finale. Der Aufkleber “Finalist“ kennzeichnet alle Weine, die sich bereits für das Halbfinale qualifiziert haben. Sie alle wurden in die Broschüre aufgenommen, und kennzeichnen die besten Weine der Steiermark.
Knock-Out beim Halbfinale und Finale
“Das strenge Auswahlverfahren zeigt, wie schwierig es ist, mit einem Wein das Finale zu erreichen, um überhaupt erst Landessieger werden zu können“, sagt Palz. Die Finalverkostungen jeder Kategorie werden nach der Rangziffernmethode durchgeführt. Dabei stehen sämtliche Finalweine nebeneinander und müssen im direkten Vergleich bestehen.
Siegerbroschüre
“Die besten steirischen Weine werden in der vorliegenden Broschüre in den Kategorien Sieger, Finalisten und Semifinalisten vorgestellt, um die Kaufentscheidung zu erleichtern und auch auf bisher unbekannte Betriebe aufmerksam zu machen“, erklärt der Weinbauchef.
Landessieger Pakete
“Die Siegerweine können in der Vinothek Steiermark in Sankt Anna erworben werden. Ein besonderes Erlebnis ist aber nach wie vor ein Besuch bei einem der erfolgreichen Betriebe“, schloss Weinbauchef Palz.