Die Champions-League der besten Kernöle des Landes gewinnt mit Platz 1 Hubert Ottenbacher aus Oberrakitsch/Mureck. Platz 2 geht an Margret Ertl und Thomas Ninaus aus Groß St. Florian. Platz 3 erreichten Bernadette und Christian Grebenz aus Großklein. Den Titel “Ölmühle des Jahres“ holte sich die Ölmühle Haindl aus Kalsdorf. Star-Juror war mit dem Steirer Stefan Eder einer der höchstdekorierten Köche Österreichs
Nur das allerbeste steirische Kürbiskernöl beeindruckte die Jury. Aus den Top 20 Kürbiskernölen - ermittelt aus mehr als 989 Ölen - kürte eine 70-köpfige Jury aus Spitzenköchen und viel Prominenz die Kürbiskernöl-Champions 2026/27 in der Landesberufsschule Bad Gleichenberg für Kulinarik und Tourismus. Den begehrten Titel “Kürbiskernöl-Champion 2026/27“ holte sich erstmals Hubert Ottenbacher aus Oberrakitsch/Mureck. Platz 2 ging an Margret Ertl und Thomas Ninaus aus Groß St. Florian, Platz 3 an Bernadette und Christian Grebenz aus Großklein. Präsident Andreas Steinegger gratulierte den Ausgezeichneten: “Unsere Champions und Top-Produzenten sind wahre Botschafter des steirischen Kürbiskernöls. Mit ihrem Wissen, ihrer Leidenschaft und ihrem Qualitätsbewusstsein tragen sie das grüne Gold der Steiermark weit über die Grenzen Österreichs hinaus und zeigen, was heimische Landwirtschaft leisten kann.“ Veranstaltet wurde das Championat von der Landwirtschaftskammer Steiermark und der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl g.g.A..
Platz 1: Kürbiskern-Champion Hubert Ottenbacher
“Wir haben nicht geglaubt, dass wir es schaffen. Toll, dass wir das beste Kernöl des Landes erzeugen“, zeigen sich Hubert Ottenbacher und Elke Lachowitz vom Sieg überrascht. Schon vor zwei Jahren haben sie den zweiten Platz errungen und damals bereits damit geliebäugelt, einmal Sieger zu werden, erzählen die beiden. Das höchste Ziel der Nebenerwerbsbauern ist: Ein gutes und natürliches Produkt herzustellen. Und das machen sie mit viel Herz und Leidenschaft sowie viel Liebe zum Boden - für sie bedeutet das Herstellen von Kürbiskernöl einfach Freude. Kreislaufwirtschaft und Fruchtfolge haben für sie höchste Priorität. Auf den Boden gut schauen - das ist das Credo ihrer Bewirtschaftung. “Wir haben einen gesunden Boden von unseren Vorfahren übernommen und wir wollen der nächsten Generation wieder einen gesunden Boden übergeben“, unterstreicht Ottenbacher. Der Anbau von Kürbissen hat am Betrieb von Hubert Ottenbacher lange Tradition, wurde ursprünglich nur für den Eigenverbrauch hergestellt und seit etwa 20 Jahren auch für Kunden. Erhältlich ist das Champion-Öl direkt ab Hof oder durch Versand. Tel.-Nr.: Hubert Ottenbacher: 0664/9920577
Platz 2: Vizechampions Margret Ertl und Thomas Ninaus
Jung, engagiert und voller Zukunftshoffnungen - so präsentieren sich die Vizechampions Margret Ertl und Thomas Ninaus: “Es ist uns eine Ehre das zweitbeste Kürbiskernöl der Steiermark zu produzieren.“ 2020 haben sie sich entschlossen, den Kürbisanbau auszuweiten und vermehrt Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. auf den Markt zu bringen - dabei sind sie auch sehr erfolgreich. Zum ersten Mal erreichten sie die Liga der Top 20-Kernöle und landeten gleich auf dem 2. Platz. Warum gerade ihr Kürbiskernöl zu den besten des Landes gehört, beschreiben sie so: den richtigen Anbau- und Erntezeitpunkt wählen, dass die Kerne sofort gewaschen, getrocknet und kühl gelagert werden und eine sehr gute Ölmühle. Ihr Wissen eignen sie sich aus den Erfahrungen der Eltern, durch Austausch mit Berufskollegen sowie durch Expertenwissen bei den Flurbegehungen, Kürbisbautagen und speziellen Weiterbildungen an. Ihren bisherigen Erfolgsweg wollen Margret Ertl und Thomas Ninaus auf allen Ebenen fortsetzen. “Höchste Qualität hat für uns Priorität. Zudem wollen wir den Kürbisanbau schrittweise ausweiten, eine Homepage erstellen und einen Online-Shop installieren.“ Und sie haben ein großes Ziel - einmal das Kürbiskernöl-Championat gewinnen. Tel.-Nr.: Margret Ertl und Thomas Ninaus: 0664/4045209
Platz 3: Vizechampions Bernadette und Christian Grebenz
Seit Jahrzehnten produziert Familie Grebenz hochwertiges steirisches Kürbiskernöl. Zum ersten Mal katapultierten sie sich in die Liga der Top 20-Kernöle der Steiermark und erzielten in einem Atemzug gleich den dritten Platz. Die Familie legt Wert auf perfekte Handarbeit: Vom Anbau über Ernte, Waschen, Trocknen und Lagern bis zum Pressen in der Ölmühle Hartlieb wird alles sorgfältig betreut. Warum ihr Öl zu den besten des Landes zählt, erklären Bernadette und Christian Grebenz: “Vor allem achten wir auch darauf, dass die Kerne bauchig sind und besonders gut ausreifen.“ Und vielleicht spielt auch die Mondphase beim Anbau eine Rolle, ergänzt Bernadette Grebenz, die auch Weinbau- und Kellermeisterin sowie Sommelière ist. Für die dreifache Mutter ist Kürbiskernöl und Wein ein “perfektes Duo“, das sie auf ihrem Hof herstellen. Außerdem öffnen sie jeden Mittwoch ihren Buschenschank. Die Vollerwerbsbauern haben noch große Vorhaben: den Kürbisanbau erweitern, den Mittwochbuschenschank um einen Verkostungsraum erweitern beziehungsweise auch an weiteren Wochentagen öffnen. Tel.-Nr.: Familie Grebenz: Tel. 0664/6589573
Ölmühle Haindl aus Kalsdorf belegte den ersten Platz bei der Kür zur Ölmühle des Jahres 2026/27
Zum sechsten Mal wurde beim Kürbiskernöl-Championat auch die „Ölmühle des Jahres“ vor den Vorhang geholt, um die besonderen Leistungen der heimischen Ölmühlen ins Rampenlicht zu stellen. Denn ein gutes Kürbiskernöl kommt nur dann in die Flasche, wenn alle Arbeitsschritte perfekt durchgeführt werden: Die Arbeit am Feld, die Ernte, die Trocknung und Lagerung der Kerne sowie das schonende Rösten und das achtsame Verpressen in der Ölmühle. Sieger bei diesem Bewerb wurde die Ölmühle Haindl aus Kalsdorf. Platz 2 erreichte die Ölmühle Kaufmann aus Wagendorf. Der dritte Platz ging an die Ölmühle Esterer aus Feldkirchen/Graz.
In der Steiermark wurden 2026 auf 9.177 ha Ölkürbisse angebaut. Dies ergibt eine Steigerung von 1,2% gegenüber 2025.
Jene Betriebe, die sich heuer für einen früheren Anbau von Anfang bis Mitte April entschieden haben, waren meist im Vorteil. Bis zur anhaltenden Hitze und den ausbleibenden Niederschlägen konnte sich der Kürbis gut entwickeln und hielt so den Wetterlaunen des Klimawandels besser stand.
Gute Erträge brachte ein später Anbau auch auf schwereren Böden, die das Wasser der spärlichen Niederschläge besser halten konnten.
Derzeit sind erst rund 50% der Erntemeldungen eingelangt, wir können derzeit von einer durchschnittlichen guten Kürbiskern-Ernte ausgehen. Die Ernte wird auch heuer im Bereich des Zehn-Jahres-Durchschnittsertrages von rund 700 kg pro Hektar liegen. Wie weit die Qualität der Kerne durch die Trockenheit und Hitze gelitten haben, werden die ersten sensorischen Überprüfungen im Rahmen der Landesprämierung 2027 aufzeigen.
Mehr als 30 heimische Hauben- und Spitzenköche waren als Juroren aktiv. Darunter Stefan Eder (1 Michelin Stern und 3 Hauben, Inhaber und Küchenchef “Der wilde Eder“), Eveline Wild, Konditorenweltmeisterin und TV-Köchin, Lorenz Kumpusch (Küchenchef Gaumengut), Christof Widakovich (Schlossbergrestaurant), Hans-Peter Fink (Gasthaus Haberl & Fink´s Delikatessen), Fabian Palz (GenussHirsch), Joana Gimbutyte (Kochbuchautorin, Litauen) sowie Skilegende und Kernölbotschafterin Conny Hütter. Aus der Landwirtschaftskammer waren Präsident Andreas Steinegger und Kammerdirektor Werner Brugner angesagt. Unter den Juroren war auch der Obmann des Steirischen Kürbiskernöl g.g.A., Franz Labugger. Mit dabei waren auch ORF-Direktor Gerhard Koch, ORF-Programmchefin und designierte künftige Direktorin Sigrid Hroch, Jörg Siegel (Vorstand SK Sturm Graz), Dominik Fitz (Konditormeister und Patissier), Patrick Spenger (PUR die Kochschule in Graz), Bernhard Brandstätter (Cookina), Wolfgang Garofalo (Mahler aus Ehrenhausen) und Susanne Urschler (SFG).
Kriterien bei der Verkostung
Farbe, Viskosität, Geruch und Geschmack sind ausschlaggebende Kriterien bei der Kür. So muss Kürbiskernöl typische Zweifarbigkeit aufweisen, also dunkelgrün und leicht rotbraun schimmern. Hinsichtlich der Viskosität muss bestes Öl dickflüssig vom Löffel auf den Teller fließen. Der Geruch muss frisch sein und einen typisch nussigen Ton sowie idealerweise auch Nuancen von Schokotönen und Brotrinde aufweisen. Im Mund muss der Geschmack von Kürbiskernöl frisch sein und den Gaumen muss es mit einem nussigen Geschmack nuanciert mit Schokotönen und Brotrinde umspülen.
Dunkelgrün und nach Nüssen duftend. Einzigartig “steirisch“ dunkelgrün, nach Nüssen duftend und intensiv im Geschmack, eroberte das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. als kulinarisches Aushängeschild der Steiermark die Herzen der Bevölkerung und der internationalen Spezialitäten-Küche. Steirisches Kürbiskernöl ist untrennbar mit der Steiermark verbunden und erfolgreicher Botschafter unseres Landes. Es gibt kein vergleichbares Produkt, das Genuss und Gesundheit besser vereint.