Birnengallmücke: Ein unscheinbarer Schaderreger
Schadbild: Von außen unscheinbar - im Inneren zerstörerisch
Die ersten Schäden werden meist kurz nach der Blüte sichtbar. Befallene Jungfrüchte wachsen zunächst auffällig stark und wirken rundlich-gedrungen. Ab einem Durchmesser von rund einem Zentimeter beginnen sie sich schwarz zu verfärben und fallen später ab. Im Inneren finden sich oft zahlreiche weiße, beinlose Larven, die das Fruchtgewebe fast vollständig ausgefressen haben.
Eine dunkle Verfärbung der Früchte kann auch durch Bakterien verursacht werden, die Auslöser für Feuerbrand (Erwinia amylovora) oder Bakterienbrand (Pseudomonas syringae) sein können. Deshalb ist eine genaue Diagnose wichtig.
Eine dunkle Verfärbung der Früchte kann auch durch Bakterien verursacht werden, die Auslöser für Feuerbrand (Erwinia amylovora) oder Bakterienbrand (Pseudomonas syringae) sein können. Deshalb ist eine genaue Diagnose wichtig.
Lebensweise: Kurzer Flug, hohe Eiablage, schnelle Larvenentwicklung
Die Birnengallmücke überwintert als Puppe im Boden und schlüpft je nach Temperaturverlauf meist ab Anfang/Mitte März. Der Flug erfolgt über einen Zeitraum von ca. 4 Wochen, wobei der Flughöhepunkt konzentriert innerhalb einer Woche stattfindet. Nach der Paarung legen die Weibchen um das Stadium 'Rote Knospe‘ 20 - 30 Eier pro Blüte ab.
Die Larven schlüpfen bereits 4 - 7 Tage nach der Eiablage und dringen unmittelbar in das Gewebe des Blütenbodens ein - ein Zeitpunkt, ab dem sie nur mehr durch systemische Pflanzenschutzmaßnahmen erfasst werden können. Nach 4 - 6 Wochen verlassen sie die Früchte bzw. fallen mit diesen zu Boden und überdauern dort in 5 - 10 cm Tiefe vorerst in einem eingesponnenen Kokon bis zur Verpuppung und dem Schlupf im nächsten Frühjahr. Diese Art bildet nur eine Generation pro Jahr.
Die Larven schlüpfen bereits 4 - 7 Tage nach der Eiablage und dringen unmittelbar in das Gewebe des Blütenbodens ein - ein Zeitpunkt, ab dem sie nur mehr durch systemische Pflanzenschutzmaßnahmen erfasst werden können. Nach 4 - 6 Wochen verlassen sie die Früchte bzw. fallen mit diesen zu Boden und überdauern dort in 5 - 10 cm Tiefe vorerst in einem eingesponnenen Kokon bis zur Verpuppung und dem Schlupf im nächsten Frühjahr. Diese Art bildet nur eine Generation pro Jahr.
Schadensausmaß und Risikofaktoren
Ein Befall tritt meist lokal begrenzt auf, kann aber unter bestimmten Bedingungen stark ausfallen:
- Geringer Fruchtansatz
- Starker Vorjahresbefall
- Junge Bäume sind besonders anfällig
- Sortenspezifische Anfälligkeit (z.B. 'Williams Christ')
Monitoring. Schlüssel zur gezielten Bekämpfung
In den Jahren 2023 - 25 wurde ein Monitoring der Birnengallmücke von verschiedenen Betrieben durchgeführt. Die Daten zu den Flugaktivitäten wurden der Praxis über den Obstwarndienst zur besseren Einschätzung des optimalen Bekämpfungszeitpunkts zur Verfügung gestellt. Dieser liegt unmittelbar zum Hauptflug vor der Eiablage - während sich die Blüten noch im Knospenstadium befinden.
Die Ergebnisse zeigten: Die Überwachung der Flugphase mittels Pheromonfallen ist für eine wirksame Bekämpfung ausschlaggebend! Die Fallen müssen durchsichtig sein und direkt über dem Boden (1. Draht) aufgehängt werden.
Die Ergebnisse zeigten: Die Überwachung der Flugphase mittels Pheromonfallen ist für eine wirksame Bekämpfung ausschlaggebend! Die Fallen müssen durchsichtig sein und direkt über dem Boden (1. Draht) aufgehängt werden.