Aktuelle Pflanzenschutzinformationen Nr. 3/2026
Raps-Stängelrüssler
Laut Prognosemodellen wird in den meisten Anbauregionen der Zuflug der Rapsstängelrüssler am Wochenende oder zu Beginn nächster Woche abgeschlossen sein und die Käfer sind in Eilage. Nur in höheren Lagen des Mühlviertels kann es noch Zuflug geben, hier ist aber auch nach Überschreiten der Schwellenwerte rasch zu handeln. Das Auftreten war eher unterschiedlich, in einigen warmen Regionen im Innviertel und im Alpenvorland wurden die Bekämpfungsschwellen schon überschritten. Die Attraktivität der Gelbschalen wird für die Käfer nach dem Hauptzuflug gering, sie halten sich dann hauptsächlich in den Pflanzen selbst auf. Nach erfolgter Eiablage ist keine Wirkung der hauptsächlich als Kontakt- und Fraßgift wirkenden synthetischen Pyrethroide auf bereits geschlüpfte Stängelrüsslerlarven zu erwarten.
Man findet auch bereits Rapsglanzkäfer in den Gelbschalen, diese werden erst gefährlich, wenn sich die Knospen füllen. Über www.warndienst.at kann zusätzlich zur eigenen Beobachtung die Prognose des Zufluges der Rapsglanzkäfer abgerufen werden.
Man findet auch bereits Rapsglanzkäfer in den Gelbschalen, diese werden erst gefährlich, wenn sich die Knospen füllen. Über www.warndienst.at kann zusätzlich zur eigenen Beobachtung die Prognose des Zufluges der Rapsglanzkäfer abgerufen werden.
Gefleckter Kohltriebrüssler – Kennzeichen: heller Punkt am Rücken und rostbraune Füße. Längerer Reifungsfraß, 5-10 Tage; Schadschwelle 15 Käfer pro Gelbschale in drei Tagen.
Großer Rapsstängelrüssler – Kennzeichen: hellgraue Farbe, dunkle Füße, kein heller Punkt am Rücken; Kurzer Reifungsfraß, 2-3 Tage; Schadschwelle 5 Käfer pro Gelbschale in drei Tagen.
Bekämpfung
Bei Überschreiten der wirtschaftlichen Schadensschwellen und prognostizierter Eiablage soll rasch eine Behandlung erfolgen. Wird die Schadschelle beim Großen Rapsstängelrüssler überschritten, ist wegen der raschen Eiablge sofort zu reagieren. Stängelrüsslerlarven können mit Pyrethroiden nicht mehr bekämpft werden. Sind noch keine Glanzkäfer in der Gelbschale, können synthetische Pyrethroide der Klasse II eingesetzt werden (z.B. 50 ml/ha Cymbigon Forte, 62,5 ml/ha Decis Forte, 0,3 l/ha Delta Super, 75 ml/ha Karate Zeon, 300 ml/ha Sumi Alpha/Sumicidin Top – die detaillierten Bienenschutzauflagen der einzelnen Produkte sind zu beachten). Bei Pyrethroiden ist ein Netzmittelzusatz erforderlich. Für die Beimengung von Bittersalz und Bor ist Raps immer dankbar. Sollten eventuell doch schon viele Rapsglanzkäfer in der Gelbschale sein das könnte bei Temperaturen deutlich über 15°C der Fall sein, so soll aus Resistenzgründen 0,2 l/ha Trebon 30 EC verwendet werden. Dieses Produkt darf aber bei blühenden Unkräutern nicht zum Einsatz gelangen.
Raps Unkrautbekämpfung
Nähere Informationen dazu gibt es in der letzten Aussendung.
Unkraut- und Ungrasbekämpfung im Getreide
Der Winter war heuer eher kühl und es lag längere Zeit eine Schneedecke. Die Unkräuter und Ungräser konnten sich daher nicht so üppig wie in den letzten Jahren entwickeln. Es kann daher sein, dass in vielen Beständen, wo noch viel Licht auf den Boden kommt, noch Unkräuter auflaufen. Hier soll mit einer Behandlung noch zugewartet werden. Sind nur Problemungräser wie Ackerfuchsschwanzgras oder Raygräser vorhanden und haben diese mind. 3 Blätter sowie eine sattgrüne farbe, so kann jetzt eine gezielte Gräserbekämpfung durchgeführt werden und die breitblättrigen Unkräuter später bekämpft werden. In Gerste geht das nur mit 1,2 l/ha Axial 50, in Weizen/Roggen/Triticale kann z.B. 1 l/ha Atlantis OD verwendet werden.
Die Nachttemperaturen sollen nicht unter -3 °C fallen und während des Tages soll wüchsige Witterung herrschen.
Die Gräser sollen drei Blätter ausgebildet haben bzw. am Beginn der Bestockung sein. Bei Gräserstöcken, die v.a. auf Mulchsaatflächen zu finden sind, kann die Wirkung der Herbizide manchmal nicht mehr ausreichen. Sind die Gräser gegen ALS-Hemmer (HRAC—Gruppe 2, früher B) wie Atlantis OD, Broadway/Broadway Plus oder gegen ACCase-Hemmer (HRAC-Gruppe 1, früher A) wie Axial 50, Axial Komplett resistent, dann kann mit chemischen Maßnahmen kein Erfolg mehr erzielt werden. Ein Striegeleinsatz erfasst nur kleine, unbestockte Gräser.
Sind auch schon alle Unkräuter aufgelaufen, dann kann jetzt schon ein einmaliger Einsatz erfolgen.
In Gerste steht nur Axial 50 (1,2 l/ha) zur Verfügung, es kann mit 25 g/ha Saracen Max kombiniert werden. Kombinationen mit anderen Herbiziden gegen breitblättrige Unkräuter werden nicht empfohlen. 10-14 Tage nach der Gräserbekämpfung kann dann eine Behandlung der breitblättrigen Unkräuter erfolgen. 1,3 l/ha Axial komplett ist ein Kombinationspräparat, es hat aber Schwächen gegen bei Ehrenpreis und Taubnessel.
Gegen Ackerfuchsschwanzgras und Windhalm (keine Wirkung auf Ray-/Weidelgräser und Rispengräser) kann bis ES 30 auch 1,0 l/ha Puma Extra eingesetzt werden, in Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale ist es mit 1,2 l/ha zugelassen. Es kann gegen zweikeimblättrige Unkräuter mit 0,8 l/ha Zypar gemischt werden. Für eine Behandlung mit Puma muss wüchsige Witterung ohne Nachtfröste herrschen.
Ist nur Windhalm vorhanden, so können auch Kombinationen aus 2 l/ha Lentipur 500 und temperaturunabhängigen Produkten wie z.B. 50 g/ha Pointer Plus, 25 g/ha Saracen Max, 25 g/ha Saracen Max + 30 g/ha Aim 40 WG oder 60 g/ha Flame Duo + 30 g/ha Aim 40 WG, etc. eingesetzt werden. Bei sehr kleinen Unkräutern und Ungräsern sind- z.B. auch 100 g/ha Concert SX, 120 g/ha Harmony extra SX oder 100 ml/ha Husar OD möglich.
In Winterweizen ist die Herbizidpalette breiter, je nach Sätermin können hier noch Ackerfuchsschwanzgraspflanzen bzw. Raygraspflanzen auflaufen. Zur Verfügung stehen neben Axial Komplett bzw. Axial 50 z.B. 1,8 l/ha Avoxa (evtl. in Kombination mit 40 g/ha Pointer Plus), 220 g/ha Broadway + 1,1 l/ha Netzmittel, 60 g/ha Broadway Plus + 1 l/ha Netzmittel (keine Nachtfröste) und 1 l/ha Atlantis OD (plus jeweiligen Mischungspartner gegen breitblättrige Unkräuter). Größere Gräserpflanzen sind bei allem beim Anbau von Getreide im Mulchsaat zu beobachten.
Wurde bereits im Herbst eine Unkrautbekämpfung oder auch eine spezielle Behandlung gegen Ackerfuchsschwanzgras/Raygras durchgeführt, so sind die Felder trotzdem zu kontrollieren und rechtzeitig eine Korrektur einzuplanen.
Die Nachttemperaturen sollen nicht unter -3 °C fallen und während des Tages soll wüchsige Witterung herrschen.
Die Gräser sollen drei Blätter ausgebildet haben bzw. am Beginn der Bestockung sein. Bei Gräserstöcken, die v.a. auf Mulchsaatflächen zu finden sind, kann die Wirkung der Herbizide manchmal nicht mehr ausreichen. Sind die Gräser gegen ALS-Hemmer (HRAC—Gruppe 2, früher B) wie Atlantis OD, Broadway/Broadway Plus oder gegen ACCase-Hemmer (HRAC-Gruppe 1, früher A) wie Axial 50, Axial Komplett resistent, dann kann mit chemischen Maßnahmen kein Erfolg mehr erzielt werden. Ein Striegeleinsatz erfasst nur kleine, unbestockte Gräser.
Sind auch schon alle Unkräuter aufgelaufen, dann kann jetzt schon ein einmaliger Einsatz erfolgen.
In Gerste steht nur Axial 50 (1,2 l/ha) zur Verfügung, es kann mit 25 g/ha Saracen Max kombiniert werden. Kombinationen mit anderen Herbiziden gegen breitblättrige Unkräuter werden nicht empfohlen. 10-14 Tage nach der Gräserbekämpfung kann dann eine Behandlung der breitblättrigen Unkräuter erfolgen. 1,3 l/ha Axial komplett ist ein Kombinationspräparat, es hat aber Schwächen gegen bei Ehrenpreis und Taubnessel.
Gegen Ackerfuchsschwanzgras und Windhalm (keine Wirkung auf Ray-/Weidelgräser und Rispengräser) kann bis ES 30 auch 1,0 l/ha Puma Extra eingesetzt werden, in Winterweizen, Winterroggen, Wintertriticale ist es mit 1,2 l/ha zugelassen. Es kann gegen zweikeimblättrige Unkräuter mit 0,8 l/ha Zypar gemischt werden. Für eine Behandlung mit Puma muss wüchsige Witterung ohne Nachtfröste herrschen.
Ist nur Windhalm vorhanden, so können auch Kombinationen aus 2 l/ha Lentipur 500 und temperaturunabhängigen Produkten wie z.B. 50 g/ha Pointer Plus, 25 g/ha Saracen Max, 25 g/ha Saracen Max + 30 g/ha Aim 40 WG oder 60 g/ha Flame Duo + 30 g/ha Aim 40 WG, etc. eingesetzt werden. Bei sehr kleinen Unkräutern und Ungräsern sind- z.B. auch 100 g/ha Concert SX, 120 g/ha Harmony extra SX oder 100 ml/ha Husar OD möglich.
In Winterweizen ist die Herbizidpalette breiter, je nach Sätermin können hier noch Ackerfuchsschwanzgraspflanzen bzw. Raygraspflanzen auflaufen. Zur Verfügung stehen neben Axial Komplett bzw. Axial 50 z.B. 1,8 l/ha Avoxa (evtl. in Kombination mit 40 g/ha Pointer Plus), 220 g/ha Broadway + 1,1 l/ha Netzmittel, 60 g/ha Broadway Plus + 1 l/ha Netzmittel (keine Nachtfröste) und 1 l/ha Atlantis OD (plus jeweiligen Mischungspartner gegen breitblättrige Unkräuter). Größere Gräserpflanzen sind bei allem beim Anbau von Getreide im Mulchsaat zu beobachten.
Wurde bereits im Herbst eine Unkrautbekämpfung oder auch eine spezielle Behandlung gegen Ackerfuchsschwanzgras/Raygras durchgeführt, so sind die Felder trotzdem zu kontrollieren und rechtzeitig eine Korrektur einzuplanen.
Ackerbohne, Erbse, Lupine
In Ackerbohne, Erbse und Lupine können hauptsächlich Vorauflaufprodukte eingesetzt werden. Dazu soll die Kornablage bei Erbse mindestens 3 bis 4 cm tief erfolgen, bei Ackerbohne
eher 5 bis 6 cm. Der Herbizideinsatz ist unmittelbar nach dem Anbau durchzuführen, es darf
kein Spritznebel zum Keimling gelangen. Feuchte Anbauverhältnisse erhöhen die Wirkungssicherheit bei Bodenherbiziden. In Ackerbohne wurde heuer wird als Notfallzulassung für die Nachauflaufbehandlung Pulsar Plus zugelassen, aus Verträglichkeitsgründen soll die Aufwandmenge 1,2 l/ha nicht übersteigen. In Lupine gibt es nur die VA-Produkte wie z.B. Boxer, Clomate, Spectrum Plus, Stomp Aqua, lediglich in Gelber Lupine kann im NA-Verfahren Lentagran 45 WP mit 2 kg/ha eingesetzt werden. In Erbse gibt es heuer wieder Pulsar Plus als Notfallzulassung (1,2-1,6 l/ha) und das nicht sehr breit wirksame Butoxone, dieses wird hauptsächlich bei Vorhandensein von Wurzelunkräutern empfohlen.
Gegen Gräser können zugelassene Herbizide im NA-Verfahren verwendet werden.
eher 5 bis 6 cm. Der Herbizideinsatz ist unmittelbar nach dem Anbau durchzuführen, es darf
kein Spritznebel zum Keimling gelangen. Feuchte Anbauverhältnisse erhöhen die Wirkungssicherheit bei Bodenherbiziden. In Ackerbohne wurde heuer wird als Notfallzulassung für die Nachauflaufbehandlung Pulsar Plus zugelassen, aus Verträglichkeitsgründen soll die Aufwandmenge 1,2 l/ha nicht übersteigen. In Lupine gibt es nur die VA-Produkte wie z.B. Boxer, Clomate, Spectrum Plus, Stomp Aqua, lediglich in Gelber Lupine kann im NA-Verfahren Lentagran 45 WP mit 2 kg/ha eingesetzt werden. In Erbse gibt es heuer wieder Pulsar Plus als Notfallzulassung (1,2-1,6 l/ha) und das nicht sehr breit wirksame Butoxone, dieses wird hauptsächlich bei Vorhandensein von Wurzelunkräutern empfohlen.
Gegen Gräser können zugelassene Herbizide im NA-Verfahren verwendet werden.
Glyphosateinsatz
Dazu gibt es Informationen in der letzten Aussendung.