Meisterlich in Haus und Hof

Frauen spielen in der Landwirtschaft als Betriebsführerinnen eine immer größere Rolle. Elf Bäuerinnen haben die neue Meisterausbildung für "Ländliche Betriebs- und Haushaltsmanagement" erfolgreich absolviert.
Für alle Beteiligten war der der 25. Feber 2012, der Tag der Verleihung der Meisterinnenbriefe "Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement", ein Meilenstein in der agrarischen Berufsausbildung. "Was lange wehrt, wird endlich gut", kommentierte Ing. Rudolf Planton, Leiter der Bildungshauses Krastowitz, in seiner Eröffnungsrede sichtlich erleichtert.

Im Kurs werden nicht mehr einzelne Fächer unterrichtet, sondern alltagsrelevante Aufgabenstellungen müssen umfassend bearbeitet werden. "Neues Lernen, nicht einfach Wissen wiedergeben, sondern das Lösen von komplexen Aufgaben in der Gruppe", nannte Dr. Gertraud Pichler – eigentliche "Mutter" dieser neuen bundesweiten Meisterinnenausbildung – die zentrale Änderung gegenüber der bisherigen Ausbildungsform "Ländliche Hauswirtschaft".

Bei der Entstehung der neuen Ausbildung wurde darauf Bedacht genommen, die Veränderungen in und bei den landwirtschaftlichen Betrieben zu berücksichtigen und die damit ergebenen Chancen zu nutzen.

Agrarlandesrat Mag. Achill Rumpold verglich die Meisterausbildung mit einer Champions League im ländlichen Raum und hob die Umsetzung des Wissens und die damit verbundene Entfaltung der Meisterin und die Wirkung für die Betriebe hervor. Er betonte auch, dass Bildung keine Anhäufung von Wissen ist, sondern die Fähigkeit, das erworbene Wissen auch umzusetzen. "Übernehmt Verantwortung in der Öffentlichkeit und ein herzliches Vergelt´s Gott an die Verantwortungsträger des Lehrganges", sagte der LK-Präsident ÖR Ing. Johann Mößler.

Unterstützung

Mag. Friederike Parz, Leiterin der LK-LebensWirtschaft, interviewte die Partner der Meisterinnen, inwieweit sie die Meisterinnen bei der Ausbildung unterstützt haben. Es kam klar zum Ausdruck, dass die Partner hinter der Ausbildung standen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Frau während der Kurszeit unterstützt hatten. Von den Kurswochen zeigte Parz einige Fotos, um darzustellen, wie während der Ausbildungszeit gearbeitet wurde. In der gesamten Ausbildung wurde darauf Wert gelegt, die Themen von den verschiedensten Perspektiven zu betrachten und Diskussionen fachlich fundiert zu führen.

Der Höhepunkt der Festveranstaltung war die Verleihung der Meisterbriefe durch die Prüfungsvorsitzende Gertraud Lauritsch, LR Rumpold, Präsident Mößler und Kammeramtsdirektor Dipl.-Ing. Mikl.

Der nächste Meisterinnenkurs startet im Herbst 2012, Anmeldungen und Informationen zur Ausbildung im "Ländlichen Betriebs- und Haushaltsmanagement" erhalten Sie in der Land- und Forstwirtschaftlichen Fauchausbildungsstelle (LFA) Kärnten, Tel. 0463/5850-2523 und im Referat LebensWirtschaft, Tel. 0463/5850-1390.

Autor:
Ing. Christian Gruber
14.03.2012