ARGE Bäuerinnen © Kaiser
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Bauernbund setzt voll auf Bäuerinnen

"Wir werden als Bauernbund nur dann unsere Chancen nutzen können, wenn die Bäuerinnen dahinter stehen", appellierte Jakob Auer an die Spitzenfunktionärinnen der ARGE Österreichische Bäuerinnen, die sich vor kurzem im Wienerwaldhof in Tullnerbach zu einer Strategietagung versammelt hatten.

Mehr Bäuerinnen in die Politik

Der Bauernbundpräsident informierte vorerst über die Positionen des Bauernbundes zu den großen politischen Herausforderungen wie Schuldenbremse und Budgetkonsolidierung, EU-Ausgleichszahlungen, Einheitswert-Hauptfeststellung bis hin zur Finanzierung der bäuerlichen Sozialversicherung. Auer bot den Bäuerinnen aber nicht nur einen guten Überblick über die wichtigsten politischen Schwerpunkte, sondern ging auch einmal mehr darauf ein, wie man Frauen in der Landwirtschaft für politische Funktionen motivieren könne.
 
 "Ich würde ja eh gerne eine Frau nehmen, aber ich finde ja keine!", heiße es häufig in der Praxis, wenn es um die Besetzung von politischen Funktionen und Gremien gehe.
 "Männer denken zuerst an sich und Frauen denken zuerst an andere", so Auer. Man müsse auf Ortsebene beginnen, Netzwerke bilden und Überzeugungsarbeit leisten.
Was bewegt junge Menschen, Funktionärin bzw. Funktionär zu werden?
Aktiv mitgestalten und nicht nur darüber reden. Kontakte aufbauen, nicht nur zum eigenen Nutzen sondern auch zum Gemeinwohl, darauf komme es an.
 
 "Was nicht wahrgenommen wird, findet nicht statt", lautet heute eine Regel im Medienzeitalter. Wer erstmals öffentlich auftritt, sollte sich besonders gut vorbereiten, denn schließlich "gibt es keine zweite Chance eines ersten Eindrucks", unterstrich Auer.
 
 Die Wahlen der Zukunft, müsse man jetzt vorbereiten und daher gelte es Funktionen und Aufgaben neu zu ordnen, klare Aktionen und Programme zu fixieren und im Jänner des jeweiligen Jahres eine genaue Planung der Vorhaben zu machen. Bei der Umsetzung komme es dann nicht auf die Quantität sondern vielmehr auf die Qualität an.
 
"Für den Erfolg gibt es keinen Lift, für den Erfolg braucht es die Treppe harter Arbeit", weiß der Politprofi und langjährige Nationalratsabgeordnete aus eigener Erfahrung. Er appellierte einmal mehr an die versammelten Bäuerinnen, sich künftig verstärkt in politischen Gremien zu engagieren, angefangen auf Ortsebene bis hin zur Landes- und auf Bundesebene.
Auer :"Ihr müsst euch auf die Füße stellen, denn auf den Landeslisten für Landtagswahlen sind zwar Frauen, aber viel zu wenig Bäuerinnen!"

ARGE Bäuerinnen © Kaiser
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Diskussion zur GAP-Reform

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik und Österreichs Bewertung zu den einzelnen Vorhaben der EU-Kommission erläuterte Edith Klauser, Leiterin der Sektion III - Landwirtschaft und Ernährung im Lebensministerium, die auch für die EU-Koordination und Planung zuständig ist.
 Klauser skizzierte den Zeitplan als auch den aktuellen Stand der Debatte über die GAP-Reform, ging auf die Knackpunkte der GAP ein und verwies auf die Stärken der österreichischen Landwirtschaft.
 "Auch der EU-Rechnungshof hat vor kurzem festgestellt, dass die GAP-Vorschläge eine ungeheure Bürokratie bedeuten würde. Österreichs kritische Position zur GAP-Reform hat damit Unterstützung bekommen", unterstrich Klauser.
 In der Diskussion wies Bundesbäuerin Anna Höllerer darauf hin, dass Österreichs Bäuerinnen demnächst ein Positionspapier zur GAP-Reform den konkreten Forderungen und Anliegen der Bäuerinnen vorlegen werden.

Strategietagung ARGE Bäuerinnen © Kaiser
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Österreichs Bäuerinnen schärfen ihr Profil

Welche Themen und Arbeitsschwerpunkte stellen sich für die ARGE Österreichische Bäuerinnen in nächster Zeit?
Welche Aufgaben und Ziel sind vorrangig?
 Welche Werte und Haltungen vertritt die ARGE Bäuerinnen?
Mit diesen und vielen anderen ähnlichen Fragen haben sich die Spitzenvertreterinnen der ARGE Österreichische Bäuerinnen, Bundesbäuerin, Landesbäuerinnen und ARGE-Geschäftsführerinnen im Rahmen ihrer zweitägigen Strategie- und Klausurtagung auseinandergesetzt. Durch welche Mechanismen entstehen Veränderungen und welche Ressourcen braucht man, um eine Wende zu erreichen? Gehandelt werde häufig erst dann, wenn es nicht anders mehr geht und ein gewisser Leidensdruck und/oder Zeitdruck da ist. Besser sei es, wenn man genug Zeit habe, eine Wende bzw. Veränderungen einzuleiten. Dies setze allerdings voraus, dass man seine Vision, seine Mission und sein Leitbild, also das Fundament, auf dem Ideen, Aufgaben, Haltungen und Werte ruhen, auch kennt, erläuterte Mag.Günther Magdits, Organisationsentwickler, Trainer und Coach, die Ausgangssituation und den Rahmen strategischen Arbeit.
 
 Im Gegensatz zum "Tun müssen" ermögliche die Kombination von "Wollen-Können-Dürfen" auch die bestmögliche Begeisterung der handelnden Personen, bei gleichzeitiger Optimierung des Ergebnisses für die Organisation. Wichtig sei, wie man seine Kräfte einsetzt, um gewisse Dinge zu tun. Gerade in föderalen Systemen wäre es nicht immer einfach dieses "lustvolle Miteinander" umzusetzen, weiß der Organisationsentwickler, Trainer und Coach aus langjähriger Erfahrung.
 
 

Bundesbäuerin Anni Höllerer © Kaiser
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Was sind die richtigen Dinge, die wir zu tun haben und wie werden die richtigen Dinge dann auch richtig getan? Diese zwei wichtigen Fragen gilt es hintereinander zu bearbeiten, um Wirksamkeit und Nutzen zu klären. "Jede Organisation braucht ein gutes Profil, um Wirkung zu erzielen. Dies setzt voraus, dass man intern seine Vision, Mission und Leitbild entwickelt und festlegt. Aufbauend auf diesem guten Fundament sind die strategischen Ziele festzulegen und Konzepte mit konkreten Maßnahmen zu erarbeiten", hat sich die ARGE Bäuerin mit Bundesbäuerin Anni Höllerer an der Spitze für das Arbeitsjahr 2012 vorgenommen.

OÖ Landesbäuerin Annemarie Brunner und Arge-GF Maria Dachs © Kaiser
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Steirische Landesbäuerin © Kaiser
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Wiener Landesbäuerin, Irene Trunner (Mitte) © Kaiser
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Strategietagung ARGE Bäuerinnen © Kaiser
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09.02.2012