Landfrauen und Bäuerinnen leisten weltweit einen großen Beitrag um Armut und Hunger zu bekämpfen. Rund um den Welternährungstag haben daher Österreichs Bäuerinnen einmal mehr auf die Wertigkeit von heimischen Lebensmitteln hingewiesen und aufgezeigt, dass Lebensmittel nicht im Abfallkübel entsorgt werden.
Derzeit sind es pro Jahr 96.000 Tonnen genießbare Lebensmittel und Speisereste, die in der Restmülltonne unserer Haushalte landen. "Lebensmittel sind kostbar" lautete daher das Motto der Herbstaktion 2011 der ARGE Österreichische Bäuerinnen.
"Österreichs Bäuerinnen sind authentische Lebensmittel-Botschafterinnen. Sie sind Produzentinnen und Konsumentinnen gleichzeitig und können daher umso glaubwürdiger den Wert qualitativ hochwertiger Lebensmittel aufzeigen. Lebensmittel sind viel zu kostbar, dass sie im Müll landen und daher unterstützen bäuerliche Produzentinnen und Unternehmerinnen auch Initiativen und Vereine, wie etwa die "Wiener Tafel", die Maßnahmen gegen die Lebensmittel-Verschwendung setzen. Im Durchschnitt wirft jeder Österreicher jährlich rund 12 kg unverdorbene Lebensmittel einfach weg. Mit dieser Menge könnte man beispielsweise die Innsbrucker Bevölkerung ein Jahr lang ernähren. Dies zeigt, dass wir verstärkt Bewusstseinsbildung machen müssen, um von dieser weit verbreiteten Wegwerf-Kultur im Lebensmittelbereich wegzukommen und den Stellenwert unseres Essens wieder zu erhöhen", erläuterte Anna Höllerer, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen in der LK Österreich, die Zielsetzungen der Bäuerinnen-Herbstaktion.
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Lebensmittel sind kostbar: Essen statt entsorgen
Die ARGE Bäuerinnen verweist auf die Wertigkeit und den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.
Lebensmittel im Wert von 300 Euro pro Jahr landen im Müll
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Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmittel ist notwendig. Dies fängt beim täglichen Einkauf an. Wer sich eine Einkaufsliste erstellt und vor dem Einkauf noch kontrolliert, was vorhanden ist und was tatsächlich gebraucht wird, kann schließlich alle Lebensmittel vor dem empfohlenen Ablaufdatum noch verwenden und somit verhindern, dass sie in der Mülltonne landen.
"Beim Einkauf darf man sich nicht von Lockangeboten zum Kauf von Großmengen verleiten lassen. Viel besser ist es, wenn man auf qualitativ hochwertige Lebensmittel aus Österreich setzt, denn dadurch unterstützt man die heimische Landwirtschaft und leistet damit auch noch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz", betonte Höllerer.
Bewusster Umgang mit Lebensmittel fängt bei Einkaufsliste an
In der täglichen Praxis lässt der bewusste Umgang mit Lebensmittel aber noch zu wünschen übrig. Viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, dass sie häufig zu viel Lebensmittel auf Vorrat und im Grunde für den Müll kaufen:
• Rund 300 Euro pro Jahr gibt jeder Österreicher im Durchschnitt für Lebensmittel aus, die er dann ungeöffnet entsorgt.
• Der Anteil biogener Abfälle im Restmüll beträgt 37 Prozent, wobei ein Großteil davon Lebensmittel sind.
• Rund sechs bis zwölf Prozent des Restmülls sind originale und angebrochene Lebensmittel.
• In Summe sind das Österreichweit zwischen 83.000 und 166.000 Tonnen Lebensmittel, die jährlich in den Mülltonnen landen.
Das entspricht in etwa dem Verbrauch an Lebensmitteln von Innsbruck bzw. Graz.
Bewusst einkaufen & konsumieren schont Umwelt, Klima und eigene Geldbörse
"Es wird gekauft, nicht konsumiert und wenn dann das Ablaufdatum erreicht ist, wirft man das Lebensmittel in die Mülltonne bzw. bestenfalls in den Biomüll. Welche Auswirkungen das hat, zeigen die Zahlen des jüngsten FAO-Berichts. Demnach werden 1,3 Mrd. Tonnen Lebensmittel, also rund ein Drittel aller weltweit pro Jahr erzeugten Lebensmittel verschwendet, während auf der anderen Seite weltweit 925 Millionen Menschen Hunger leiden.
Wenn man diese Wegwerf-Mentalität ändern will, muss man am Verhalten jedes Einzelnen ansetzen. Den ersten Schritt kann also jeder selber tun, indem man bewusst einkauft und konsumiert. Lebensmittel im Restmüll sind nicht nur ethisch höchst bedenklich, sondern auch eine Verschwendung wertvoller Ressourcen und eine Belastung für Umwelt und Klima. Unsere Lebensmittel sind kostbar und wertvoll und sollten deshalb als das behandelt werden, was schon ihr Name ausdrückt: Mittel zum Leben. Österreichs Bäuerinnen und Landfrauen wissen, wie viel Mühe, Einsatz und Arbeit in jedem Liter Milch und in jedem Kilogramm Fleisch stecken. Daher lautet die Devise, lieber weniger kaufen, dafür qualitativ hochwertige Produkte, die man dann auch tatsächlich verbraucht und nicht wegwirft. Das schont die Umwelt und auch das eigene Haushaltsbudget", betonte Höllerer abschließend.
"Beim Einkauf darf man sich nicht von Lockangeboten zum Kauf von Großmengen verleiten lassen. Viel besser ist es, wenn man auf qualitativ hochwertige Lebensmittel aus Österreich setzt, denn dadurch unterstützt man die heimische Landwirtschaft und leistet damit auch noch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz", betonte Höllerer.
Bewusster Umgang mit Lebensmittel fängt bei Einkaufsliste an
In der täglichen Praxis lässt der bewusste Umgang mit Lebensmittel aber noch zu wünschen übrig. Viele Menschen sind sich gar nicht bewusst, dass sie häufig zu viel Lebensmittel auf Vorrat und im Grunde für den Müll kaufen:
• Rund 300 Euro pro Jahr gibt jeder Österreicher im Durchschnitt für Lebensmittel aus, die er dann ungeöffnet entsorgt.
• Der Anteil biogener Abfälle im Restmüll beträgt 37 Prozent, wobei ein Großteil davon Lebensmittel sind.
• Rund sechs bis zwölf Prozent des Restmülls sind originale und angebrochene Lebensmittel.
• In Summe sind das Österreichweit zwischen 83.000 und 166.000 Tonnen Lebensmittel, die jährlich in den Mülltonnen landen.
Das entspricht in etwa dem Verbrauch an Lebensmitteln von Innsbruck bzw. Graz.
Bewusst einkaufen & konsumieren schont Umwelt, Klima und eigene Geldbörse
"Es wird gekauft, nicht konsumiert und wenn dann das Ablaufdatum erreicht ist, wirft man das Lebensmittel in die Mülltonne bzw. bestenfalls in den Biomüll. Welche Auswirkungen das hat, zeigen die Zahlen des jüngsten FAO-Berichts. Demnach werden 1,3 Mrd. Tonnen Lebensmittel, also rund ein Drittel aller weltweit pro Jahr erzeugten Lebensmittel verschwendet, während auf der anderen Seite weltweit 925 Millionen Menschen Hunger leiden.
Wenn man diese Wegwerf-Mentalität ändern will, muss man am Verhalten jedes Einzelnen ansetzen. Den ersten Schritt kann also jeder selber tun, indem man bewusst einkauft und konsumiert. Lebensmittel im Restmüll sind nicht nur ethisch höchst bedenklich, sondern auch eine Verschwendung wertvoller Ressourcen und eine Belastung für Umwelt und Klima. Unsere Lebensmittel sind kostbar und wertvoll und sollten deshalb als das behandelt werden, was schon ihr Name ausdrückt: Mittel zum Leben. Österreichs Bäuerinnen und Landfrauen wissen, wie viel Mühe, Einsatz und Arbeit in jedem Liter Milch und in jedem Kilogramm Fleisch stecken. Daher lautet die Devise, lieber weniger kaufen, dafür qualitativ hochwertige Produkte, die man dann auch tatsächlich verbraucht und nicht wegwirft. Das schont die Umwelt und auch das eigene Haushaltsbudget", betonte Höllerer abschließend.
Welternährungstag
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Der Welternährungstag am 16. Oktober wurde 1979 von der UNO-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) eingeführt, um auf die weltweite Ernährungssituation – vor allem in den Entwicklungsländern – hinzuweisen. Weltweit leiden über eine Milliarde Menschen an Hunger. Am 16. Oktober 1945 wurde die Sonderorganisation der UNO zur Sicherung der weltweiten Ernährung, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO, gegründet. Aus diesem Grund wurde dann der 16. Oktober als Tag ausgewählt.
Der Weltlandfrauentag am 15. Oktober würdigt die wichtige Rolle der Landfrauen in der Gesellschaft.Das weltweite Netzwerk der Bäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf die besondere Lebenssituation der Frauen auf dem Land aufmerksam zu machen sowie deren Rolle bei der Ernährungssicherung und beim Umweltschutz zu würdigen. In den Entwicklungsländern werden ca. 80 Prozent der Lebensmittel von Frauen – zum Teil unter schwierigen Bedingungen – produziert, um die Versorgung der Familien sicherzustellen.
Der Weltlandfrauentag am 15. Oktober würdigt die wichtige Rolle der Landfrauen in der Gesellschaft.Das weltweite Netzwerk der Bäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf die besondere Lebenssituation der Frauen auf dem Land aufmerksam zu machen sowie deren Rolle bei der Ernährungssicherung und beim Umweltschutz zu würdigen. In den Entwicklungsländern werden ca. 80 Prozent der Lebensmittel von Frauen – zum Teil unter schwierigen Bedingungen – produziert, um die Versorgung der Familien sicherzustellen.
- Wiener Tafel
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12.10.2011




