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unARTige Bäuerinnen aus Vorarlberg realisieren Kunstprojekt

2008 entstand die Idee das Projekt "unARTige Bäuerinnen" in Vorarlberg zu gründen, deren Mitglieder gemeinsam Kunstprojekte erarbeiten und ausstellen.

"Viecherei" – eine Ausstellung der Gruppe "unARTige Bäuerinnen"

Die Bezeichnung "unARTige Bäuerinnen" ist ganz klar programmatisch gemeint – es soll ein anderes Bild der Bäuerin zeigen und Klischees widersprechen.
 
Mit dem ersten Projekt zum Thema "Der Raub der Europa" wurden die "unARTigen Bäuerinnen" zur "Langen Nacht der Museen 2009" eingeladen. Die Ausstellung wurde auf dem Bauernhof und in der Textilwerkstatt von Martha Niederacher in Krumbach präsentiert und heuer gibt es die Ausstellung zum Thema "Viecherei" im Gasthof Krone in Hittisau bis 27. September 2010.

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"Viecherei"

Das heurige Kunstprojekt trägt, wie bereits erwähnt, den Titel "Viecherei": Ein recht naheliegendes Thema – betreiben doch die meisten Vorarlberger Bauernschaften Viehzucht. Doch es geht bei diesen Arbeiten nicht nur um die Nutztiere, die auf den Bauernhöfen leben, sondern auch um die Beziehung von Mensch und Tier sowie um das Tier im Menschen.
So stehen nicht nur Tiere im Mittelpunkt, die das Leben und die Arbeit dieser Bäuerinnen prägen, sondern auch Sprichwörter oder Charakterzüge, die mit einem bestimmten Tier in Verbindung gebracht werden können.
 
Die Arbeiten (Würfel aus Holz, 40x40x40cm, Gouachefarbe) unterscheiden sich nicht nur inhaltlich, sie zeigen auch stilistisch unterschiedliche Positionen: Manche in der Gruppe ließen sich von Künstlern/-innen des 20. Jahrhunderts anregen, so z.B. von Franz Marcs expressiv-abstrahierten Tierbildern oder von Jean Dubuffets rohem Malstil ("Art Brut"), andere malten ihre "Viecherei" in realistischer oder in comicähnlicher Art.
 
Dr. Thomas C. Jutz, Tierzuchtchef und Künstler interpretierte die Werke der unARTige Bäuerinnen bei der Ausstellungseröffnung.

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Zu den Arbeiten

Martha Hämmerle aus Lustenau zeigt bunte, fröhliche Rindviecher.
 
Sandra Schwerzler, Ortsbäuerin von Schwarzach, malt ihre Kühe in karikierender Art und Weise.
 
Bei den beiden Klostertaler Bäuerinnen Doris Walch und Christl Kurzemann stehen Rinder im Mittelpunkt. Bei Doris Walch ist keine Wand sicher, so finden sich auf den Haus- und Stallwänden ihres Bauernhofs viele gemalte Tiere.
 
Bettina König, die am Linzenberg in Schwarzach Ziegen züchtet und in Bregenz am Markt ihre Produkte verkauft, hat ihre Ziegen künstlerisch verewigt.
 
Aurelia Felder aus Andelsbuch zeigt eine Schweinefamilie, die Glück bringen soll.
 
Karin Böhler aus Schwarzach setzt einen stolzen Hahn sehr dominant in Szene.
 
Nicht nur schwarze Schafe gibt es von Martha Niederacher aus Krumbach, die auf ihrem Hof eine Textilwerkstatt eingerichtet hat, in der viel mit Schafwolle gearbeitet und experimentiert wird.
 
Neben den bäuerlichen Nutztieren gibt es auch anderes Getier, bei Rita Wohlgenannt aus Dornbirn fressen sich Mäuse durch einen Bergkäse.
 
Hund und Katz dürfen auch nicht fehlen, Sibylle Metzler vom Krähenberg in Andelsbuch ist für die rassigen Hunde zuständig (einer ihrer Hunde saß mit großer Ausdauer Modell) und Christa Fuchs aus Schwarzach befasst sich eingehend mit dem Charakter der Hauskatze.
 
 
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24.08.2010