Höllerer: Chancen für Frauen in der Landwirtschaft fördern

ÖVP-Abgeordnete stellt Anfragen an Bundeskanzler und Sozialminister
Höheres Wochengeld für Bäuerinnen gefordert © Michal
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"Etwa 40% und somit fast die Hälfte der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe werden in Österreich von Frauen geführt. Der Trend zur partnerschaftlichen Betriebsführung hat sich weiter verstärkt und zeigt sich bereits auf drei von vier Höfen. Bäuerinnen tragen neben ihrer beruflichen Tätigkeit überwiegend die familiären Leistungen, agieren sehr selbstbestimmt, sind in der Vertretung ihrer Familienunternehmen nach außen aber unterrepräsentiert", erklärte ÖVP-Nationalratsabgeordnete Anna Höllerer in einer Aussendung.
 
 Höllerer hat in diesem Zusammenhang schriftliche parlamentarische Anfragen an Bundeskanzler Werner Faymann und Sozialminister Rudolf Hundstorfer eingebracht. Darin geht es der bäuerlichen Abgeordneten um die Chancengleichheit für Frauen und Männer und deren Umsetzung in EU-finanzierten Programmen in Österreich.
 
"Die Frauen in der Landwirtschaft brauchen die nötige Unterstützung und Förderung, um durch die optimale Nutzung ihrer Kompetenzen die Existenz ihrer Betriebe zu sichern", erläutert Höllerer ihre Zielsetzung.
 
 "Trotz der in den vergangenen Jahrzehnten für die Bäuerinnen erfolgreich umgesetzten sozialpolitischen Maßnahmen sind sie beim Wochengeld gegenüber den unselbstständig erwerbstätigen Frauen immer noch benachteiligt", betonte die Abgeordnete.Die Forderung nach der Erhöhung des Wochengeldes sei nach wie vor ein zentrales Anliegen aller Selbstständigen.
 
"Wichtige Ziele von uns Bäuerinnen sind die Unterstützung bei der Existenzsicherung und die soziale Absicherung bäuerlicher Familienbetriebe sowie Bildung, Beratung und die Entwicklung und Stärkung des Berufsbildes Bäuerin", so Höllerer.
Auf politischer Ebene sei die Unterstützung der Frauen in den vergangenen Jahren vor allem durch den Nationalen Strategieplan Österreichs für die Entwicklung im ländlichen Raum forciert worden. Auch dieser ziele darauf ab, dass in der vorwiegend familienbetrieblich orientierten Landwirtschaft Österreichs spezifische, auf die Bedürfnisse der Frauen ausgerichtete Bildungsangebote umzusetzen sind.

Autor:
AIZ/VP-Pressedienst
08.06.2010