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Harald Sucher neuer Landarbeiter-Kammerpräsident

Generationenwechsel an der Spitze der Landarbeiterkammer, die 4500 Kärntner vertritt. Von der Vollversammlung der Kärntner Landarbeiterkammer wurde am 7. Mai 2010 Ing. Harald Sucher zum neuen Präsidenten dieser Institution gewählt. Dieser löst NRAbg. a.D. Ing. Josef Winkler ab und ist nunmehr der sechste Präsident der Kärntner Landarbeiterkammer in den 55 Jahren ihres Bestehens. Sucher ist seit zwölf Jahren in der Kärntner Landwirtschaftskammer als Sachbearbeiter für Bewertungen und Entschädigungen zuständig.
Bei der Vollversammlung der Landarbeiterkammer Kärnten  in Krastowitz wurde Harald Sucher (ÖVP) zum neuen Präsidenten gewählt. Er war bisher Vizepräsident und folgt Josef Winkler (59) nach, der knapp 18 Jahre und damit als längstdienender Präsident an der Spitze der Interessenvertretung stand.
Die vertritt Landarbeiter wie Arbeitnehmer in Gärtnereien, Lagerhäusern und Forstbetrieben. Je nach Saison sind es 3500 bis 4000 Personen.
 
Mit Sucher kommt es zu einem Generationenwechsel. Der 38-jährige lebt in Feistritz/Rosental, ist Angestellter der Landwirtschaftskammer (Referent für Bewertungen und Entschädigungen), verheiratet und Vater eines vierjährigen Sohnes. Die Matura machte er an der Fachschule Raumberg.
Sein Haupteinsatz werde sich der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft widmen, sagte er. Es gehe um die Einhaltung von Verträgen für die Arbeitnehmer. Festzustellen sei, dass die Wirtschaftskrise mit dem Spardruck oft als Vorwand für die Nicht-Einhaltung genommen werden. Sucher tritt auch gegen den Unterschied zwischen Arbeitern und Angestellten im Arbeitsrecht auf. Er will erreichen, dass in Betrieben mit weniger als fünf Dienstnehmern ebenfalls eine Kündigungsanfechtung wegen Sozialwidrigkeit möglich sein.
 
Wichtig ist der Interessenvertretung, dass sie Beratung für die Mitglieder und gute Fördermöglichkeiten etwa für Wohnraumbeschaffung anbieten kann, betonte Winkler (ÖVP), der die Parteipolitik immer hintangehalten hat. Er ist vorzeitig ausgeschieden, die turnusmäßigen Wahlen finden im Herbst statt. Da muss sich Sucher, der östereichweit der Jüngste in diesem Amt ist, mit dem Bonus der Präsidentschaft neuerlich der Wahl stellen.
Auf den Vizepräsidentensessel rückte der Eberndorfer Franz Gomernik nach, neue Kammerräte sind Adolf Buchatschek und Hermann Besser.

Autor:
Kleine Zeitung
07.05.2010

Set 1234