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Arge Meister, Ländle Bur und Absolventen haben gemeinsam eine Lehrfahrt nach Irland durchgeführt.
Neun Zehntel der Insel "EIRE" (Grünland) sind Wiesen, Weiden und Moore. Mit 65 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Irland in etwa nur halb so dicht besiedelt wie Österreich. Neben landwirtschaftlichen Betrieben wurden auch die Sehenswürdigkeiten des Landes besichtigt. Unsere Reiseleiterin Marie-Theres hat es verstanden, die Gruppe unterhaltsam und fundiert durch die Landschaft Irlands zu führen. Die aus Sparsamkeitsgründen schmal gebauten Straßen waren für den einheimischen Busfahrer John kein Problem. Doch die Gruppe musste gefasst sein, da eine Bodenwelle selten alleine kommt. Dublin als Hauptstadt hat ca. eine halbe Million Einwohner. Über die Grenzen bekannt ist die Brauerei Guinness (seit 1756). Dieses Bier wird unter Lizenz auch in 50 anderen Ländern hergestellt. So gut wie in Irland schmeckt das Guinness-Bier aber nirgends. Ein Teil des Brauereigeländes wurde speziell für Führungen eingerichtet. Das Wasser für die Stadt kommt aus den Wicklow Mountains (926 ü.M.).
Sahne für den beliebten Baileys Likör
In den Wicklow´s besuchte die Gruppe einen Milchviehbetrieb (www.theorchardcentre.ie) mit 135 Holstein Kühen, 7.500 Kilogramm Milch, 1.200 Kilogramm Kraftfutter, eigene Jungviehaufzucht, 2,2 GVE pro Hektar. Die Herde wird über neun Monate auf Kurzrasenweide gehalten. In den Wintermonaten gibt es zusätzlich Gras- und Maissilage (kein Heu). Wenn kein Gras wächst, sind die Kühe im Vollspaltenlaufstall mit Hochboxen untergebracht. Bei 1500 Millimeter Niederschlag und Temperaturen selten unter null Grad und 270 Vollweidetagen können die Nebenkosten niedrig gehalten werden.
Galway – Zentrum des Westens
Zwei Nächte verbrachte die 45-köpfige Gruppe im Hotel Meyrick in Galway im Stadtzentrum. Die Fußgängerzone ist immer ein Magnet und bietet genügend Möglichkeit zum Einkaufen, Bummeln und Speisen. Das Leben in Irland scheint etwas teurer als bei uns. Ein Bier für EUR 5,40 ist keine Seltenheit. Dafür ist das Bauen und Wohnen etwas preiswerter.
Schafe – Hügel – zerklüftete Küsten
Auf der Connemara Halbinsel besuchten wir einen Bio Schafbetrieb. Der Betrieb hält die Schafe das ganze Jahr über auf den kargen Hügeln. Die Lämmer werden zur Endmast in bessere Gegenden gebracht. Sehr beeindruckt waren wir als wir den drei Bordercollies beim Arbeiten zusehen konnten. Im Nu haben die Hunde die Schafe zu uns gebracht. Der Hirt kommuniziert mit Zeichen, Zurufen und Pfiffen weit über 100 Meter Entfernung. Diese Gegend wird auch gerne als Filmkulisse verwendet, weil die Landschaft atemberaubend schön ist. Besonders zu empfehlen ist auch der Besuch der Keylemore Abbey und dessen Gärten. Im Jahr 1867 wurden das Schloss und die gotische Kirche errichtet. 1920 kamen die Nonnen des Benediktiner Ordens und eröffneten ein Mädcheninternat, welches erst 2010 geschlossen wurde. Am vierten Tag besichtigten wir eine Lachsräucherei und besuchten die Cliffs of Moher, welche zu den höchsten Steilklippen Europas gehören und 120 Meter senkrecht aus dem Ozean ragen. Diese Reise wird in guter Erinnerung bleiben, haben wir doch eine Hitzewelle um die 25 Grad erlebt, welche es in Irland nicht oft gibt!
Irland – grünes Land und gefleckte Kühe
13.09.2012







