Bäuerin BERUF oder BERUFUNG
Da ich auf einen Bergbauernhof im Lesachtal aufgewachsen bin, bin ich seit meiner frühesten Jugend mit der Landwirtschaft und ihrer Arbeit vertraut und sehr verbunden.
Ich habe dann in einen kleineren Nebenerwerbsbetrieb im Gailtal eingeheiratet, den ich als Betriebsführerin gemeinsam mit meinen Mann und meinen Sohn führe.
Mit sehr viel Fleiß und Liebe haben wir in Laufe der Jahre uns vergrößert und uns immer mehr der Direktvermarktung verschrieben. Wir produzieren verschiedene Käse –Milchprodukte, Selchwaren und Brot.
Die Arbeit mit den Tieren und den Produkten erfüllen mich, bei Gesprächen mit unseren Kunden kommt immer wieder zum Ausdruck, dass der Kontakt zum Erzeuger und die Nachvollziehbarkeit in der Produktion eine wichtiger Punkt ist. Eine kleine Produktionsstelle ist für den Kunden überschaubarer, er hat Kontakt zur Person kennt sie meistens persönlich und hat daher vertrauen. Der Kunde sieht wie die Tiere gehalten werden und wie sie leben. Die Vorarbeitungsstätten können somit auch besichtigt und die Produkte verkostet werden.
Bäuerin zu sein ist daher für mich nicht nur Beruf sondern auch Berufung…
Ich möchte mit keinen anderen Beruf tauschen, als Bäuerin kann ich mich voll entfalten, bin mein eigener Chef und kann mir meine Aufgaben selbst stellen, muss sie aber auch selbst erledigen .
Weiterbildung ist sehr wichtig, die Ansprüche der Kunden und die vorgaben der Lebensmittelbehörden sind groß und verändern sich ständig, daher besuchen wir immer wieder Seminare und Weiterbildungsveranstaltungen, auch Verkaufsseminare sind wichtig, damit man lernt wie man seine Produkte präsentiert , verkauft und richtige Verkaufsgespräche führt.
Vor einiger Zeit sind wir vor einer sehr großen Entscheidung gestanden. Der alte Stall entsprach nicht mehr den Anforderungen, für einen Umbau hatten wir zuwenig Platz.
größer
Nach längerer Überlegung und Aussprache mit unseren Sohn haben wir uns entschlossen einen neuen Stall außerhalb des Ortsgebietes zu bauen.
Mein Mann und ich haben stets versucht unsere Kinder in der Aufgabe eines Bauern einzubringen und damit vertraut zu machen.
Ein wichtiger Punkt ist der, unseren Berufsstand nicht schlecht zu jammern, denn nur wenn man positiv vorlebt kann dies auch weitergeben.
Auch meine Freizeit kommt nicht zu kurz, ich genieße gerne die Natur im Sommer besuchen wir ringsum die Gailtaler Almen und ein bar Kurzurlaube unterm Jahr gehen sich auch noch aus.
Als Bildungsreferentin der Gemeinde Kirchbach sehe ich es als eine Herausforderung auch andere, und vor allem junge Bäuerinnen zu überzeugen das man aus jedem Landwirtschaftlichenbetrieb was Lebenswertes machen kann. Ich habe meinen Schritt Bäuerin zu werden und es in siebenundzwanzig Jahren als Bäuerin noch nie bereut.
Schlussfolgerung für mich ist es daher Bäuerin zu sein ist nicht nur Beruf sondern auch Berufung.
28.02.2013

