Wiener Landfrauen beim Bundesbäuerinnentag 2011 in Pamhagen

Rund 800 Bäuerinnen aus ganz Österreich beim traditionellen Bundesbäuerinnentag im Burgenland

Wiener Landfrauen beim Bundesbäuerinnentag 2011 in Pamhagen © LK Wien
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Der Bundesbäuerinnentag, eine große Festveranstaltung für Österreichs Bäuerinnen, der alle zwei Jahre von einem anderen Bundesland ausgerichtet wird, fand heuer erstmalig im Burgenland statt.
 
Unter dem Motto "Bäuerinnen.Zukunft.Gestalten" ging am 11. und 12. April 2011 der Bundesbäuerinnentag 2011 in der Seewinkelhalle im burgenländischen Pamhagen vonstatten. Rund 800 Voll- und Nebenerwerbsbäuerinnen aus ganz Österreich folgten der Einladung, um Vorträge von hochrangigen ReferentInnen zu hören und sich über berufsspezifische Belange auszutauschen. Im Rahmen des Bundesbäuerinnentags wurden die ersten 42 Absolventinnen des Lehrganges "Zukunftsorientierte agrarwirtschaftliche Motivation" (ZAM) durch Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Bundesbäuerin Anna Höllerer ausgezeichnet.
 
"Die Förderung von Frauen ist mir ein großes Anliegen. Daher hat das Lebensministerium gemeinsam mit der ARGE Österreichische Bäuerinnen und dem Ländlichen Fortbildungsinstitut dieses Bildungsprojekt (ZAM) ins Leben gerufen. Bäuerinnen erhalten dabei das notwendigste Werkzeug, um sich verstärkt in agrarischen Gremien, Verbänden und Vereinen einzubringen", betonte Berlakovich in seiner Rede.
 
Weitere Höhepunkte der zweitägigen Veranstaltung waren die Präsentation der "Bäuerinnen des Jahres 2010", das Festreferat von Wirtschaftscoach Christine Bauer-Jelinek zum Thema "Mut zur Macht - Erfolgsstrategien für Frauen", sowie ein Interview mit Mathias Lanzinger, Skispitzensportler zum Thema "Zukunft gestalten mit Mut, Vertrauen und Solidarität". Darüber hinaus wurde ein Spendenscheck für ein Landwirtschaftsprojekt im Süd-Punjab (Pakistan) an Heidi Burkhart, Geschäftsführerin des Hilfswerks Austria International, durch die Bäuerinnen, übergeben. Im Gespräch mit Ehrengästen zum diesjährigen Motto des Bundesbäuerinnentags "Bäuerinnen.Zukunft.Gestalten" erwähnte Bundesbäuerin Anna Höllerer, dass rund 40 Prozent der Höfe bereits in weiblicher Hand und drei von vier bäuerlichen Familienbetrieben partnerschaftlich geführt werden.
 
Folglich sei es an der Zeit, die große Bedeutung der Frauen in der Landwirtschaft auch nach außen hin sichtbar zu machen. Bäuerinnen sollen daher künftig in allen Organisationen der Agrarwirtschaft und des ländlichen Raumes in angemessener Weise vertreten sein. Höllerer ist darüber hinaus überzeugt, dass der Beruf Bäuerin mit seiner guten Vereinbarkeit von Familie, Beruf, Selbstständigkeit und Naturverbundenheit heute moderner denn je ist und künftig für immer mehr junge Frauen, vor allem aus nichtagrarischen Bereichen, zu einem attraktiven, nachhaltigen Zukunftsberuf wird.

12.05.2011