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Die Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen des Burgenlandes

Das EU-Projekt: Grundstein für die ARGE der Bäuerinnen im Burgenland

Die Burgenländische Landwirtschaftskammer hat im Februar 1997 vor der EU-Kommission ein Projekt eingereicht, das den etwas sperrigen Titel "Aufbau einer eigenen Organisation der Bäuerinnen, als Basis für die Förderung der Entwicklung, der Aus- und Weiterbildung und der Kommunikation in der Landwirtschaft beschäftigter Frauen" trug. Damit kam sie einer Aufforderung der Kommission aus dem Jahr davor nach, Vorschläge für Pilot- und Demonstrationsprojekte für innovative Maßnahmen einzubringen, die speziell für Frauen im ländlichen Umfeld und in der Landwirtschaft tätige Frauen gedacht sind.
 
Im Mittelpunkt des Projektes stand der Aufbau einer eigenen Organisation für Bäuerinnen im Wirkungsbereich der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, zur Verbesserung der Kommunikation und des Informationsflusses unter den Bäuerinnen. Darüber hinaus sollten über das Projekt Weiterbildungsmöglichkeiten für Bäuerinnen geschaffen und eine Imageverbesserung der Landwirtschaft und der in der Landwirtschaft beschäftigten Frauen angestrebt werden.
 
Die Projektgenehmigung erreichte die Burgenländische Landwirtschaftskammer im Dezember 1999.
 
 
Die Organisation
 
Die Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen des Burgenlandes ist eine Organisation der Burgenländischen Landwirtschaftskammer und besteht seit 1997. Ziele, Aufbau und Aufgaben sind im Statut für die Organisation der Bäuerinnen im Wirkungsbereich der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, welches von der Vollversammlung am 17.12.1996 beschlossen wurde, geregelt.
 
Gemäß Statut ist grundsätzlich in allen burgenländischen Gemeinden in geheimer Wahl eine Ortsbäuerin zu wählen. In weiterer Folge wählen die Ortsbäuerinnen eines Bezirkes, aus ihrer Mitte eine Bezirksbäuerin und zumindest eine Stellvertreterin.
 
Die Wahl der Landesbäuerin und ihrer Stellvertreterinnen aus dem Kreis der Bezirksbäuerinnen bildet den Abschluss und gleichzeitig den Höhepunkt der Bäuerinnenwahlen.
 
Bei den Bäuerinnenwahlen sind alle weiblichen Kammermitglieder gemäß Burgenländischem Landwirtschaftskammergesetz, sowie alle auf einem landwirtschaftlichen Betrieb hauptberuflich mitarbeitenden weiblichen Personen wahlberechtigt.
 
In der Landwirtschaftskammer werden die Interessen der Bäuerinnen im Bäuerinnenbeirat vertreten. Dieser setzt sich aus den gewählten Bezirksbäuerinnen, aus den weiblichen Kammerrätinnen und aus sieben kooptierten weiblichen Mitglíedern, die von den in der Landwirtschaftskammer vertretenen Fraktionen nach dem Verhältnis der letzten Kammerwahl entsandt werden, zusammen.
 
 
Ziele und Aufgaben
 
Bei der Verwirklichung der gesteckten Ziele und Aufgaben arbeiten die gewählten Bäuerinnen mit den zuständigen Beraterinnen der Landwirtschaftskammer auf Bezirks- und Landesebene zusammen.
 
    Unsere Ziele und Aktivitäten:
  1. Persönliche und berufliche Weiterbildung: umfangreiches Angebot an Veranstaltungen und Exkursionen, teilweise in Zusammenarbeit mit dem LFI Burgenland.
  2. Verbesserung des Ansehens des Bauernstandes und Förderung des allgemeinen Verständnisses für die Probleme der Land- und Forstwirtschaft: Projekte "Entdecke dein Essen" und "Seminarbäuerinnen"
  3. Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen bäuerlicher Familien
  4. Verbesserung der sozialen Situation der Bäuerin: Projekt "Bäuerinnen helfen Bäuerinnen"
  5. Förderung der Gesundheit der Bäuerinnen und Landfrauen: Gesundheitstage, Ernährungsschulungen, einschlägige Kurse, ...
  6. Förderung des Gemeinschaftslebens und Gemeinschaftsdenkens: Lehrfahrten, Bäuerinnenstammtische, Bäuerinnentage, ...
  7. Förderung der Kultur und der Brauchtumspflege: im Rahmen von Bäuerinnentagen auf Bezirks- und Landesebene, Festen, ...

24.01.2006